Fachlexikon Weiterbildung

Term Definition
Lagerdauer

Die durchschnittliche Lagerdauer zeigt, wie viele Verbrauchsperioden ein durchschnittlicher Lagerbestand abdeckt. Bei Justin-Time beträgt die durchschnittliche Lagerdauer ein bis zwei Tage.

Lagerkosten / Lagerhaltungskosten

Die Lagerhaltungskosten sind Kosten für Raum, Miete, Lagerpersonal, Abschreibung auf Maschinen, EDV und Anlagen sowie Energiekosten. Als Lagerkosten werden alle Kosten erfasst, die im Lager anfallen, ausgenommen die Zinskosten.

Lagerreichweite

Die Lagerreichweite gibt die Zeit wieder, für die ein Lagerbestand bei einem durchschnittlichen oder geplanten Materialverbrauch ausreichen soll. Die Kennzahl zeigt die interne Versorgungssicherheit. Die Daten stammen aus der Lagerbuchhaltung, der Lagerdatei und den Bestandsdaten.

Lagerumschlagshäufigkeit

Die Kennzahl zeigt an, wie oft sich das Lager in einer Verbrauchsperiode umschlägt. Veränderungen beeinflussen die Lagerhaltungs- und Kapitalbindungskosten sowie die Qualität / Nutzungsmöglichkeiten des Materials (Veralterung, Verderb).

Länderorientierter Einkauf

Unter dem länderorientierten Einkauf versteht man ein Organisationsprinzip bei der Verteilung der Einkaufsaufgaben. Die Zuständigkeiten im Einkauf sind nach Regionen bzw. Ländern aufgeteilt.

Langfristige Rückstellungen

Rückstellungen sind zukünftige Aufwendungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit eintreten, deren genaue Höhe oder der Zahlungszeitpunkt aber noch nicht genau feststehen.

Lastenheft

Auch Anforderungsspezifikation genannt. Hierin werden die Anforderungen, Erwartungen und Wünsche an ein Produkt formuliert.

Lastschrift

Der Empfänger wird durch den Schuldner ermächtigt, den Betrag seiner Forderung durch dessen Kreditinstitut einziehen zu lassen.

Leasing

Leasing ist eine Form der Finanzierung. Hierbei werden langfristige Nutzungsrechte an beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern durch Miet- oder Pachtverträge erworben. Anders als beim Mietverhältnis ist hier zwischen dem Produzenten eines Guts und dem Leasingnehmer meist eine Leasinggesellschaft eingeschaltet (indirektes Leasing genannt).

Leitbild

Das Leitbild bildet die Grundlage der Unternehmensführung und ist schriftlicher Ausdruck der Unternehmensidentität (Corporate Identity).

Lieferantenbewertung / Lieferantenbeurteilung

Die Lieferantenbeurteilung ist zentrales Element des Lieferantenmanagements. Dem Unternehmen sollen hierbei eine genügende Anzahl leistungsfähiger Versorgungsquellen von dauerhafter Existenz und Lieferbereitschaft erschlossen werden.

Lieferantenreduzierung

Durch die Analyse und Auswahl von Lieferanten kommt es häufig zu einer Reduktion der Lieferantenanzahl hin zu System- und Modullieferanten. Systemlieferanten sind dafür zuständig, komplette Systeme zu liefern; bei Modullieferanten handelt es sich um Zulieferer, die ganze Module bzw. Baugruppen zur fertigen Montage in ein Produkt liefern.

Lieferbereitschaftsgrad

Der Lieferbereitschaftsgrad bezeichnet die Fähigkeit, jederzeit alle Bedarfsanforderungen erfüllen zu können.

Lieferketten-Management (Supply Chain Management)

Unter Supply Chain Management versteht man die Organisation und Steuerung des Material- und Informationsflusses innerhalb des Unternehmens und zwischen den Unternehmen. Die Steuerung der Lieferkette (Supply Chain) erstreckt sich dabei vom Lieferanten über den Hersteller bis zum Kunden.

Lieferservice

Der Lieferservice ist heute zu einer strategischen Wettbewerbsgröße geworden. Die Warenverteilung wird von vielen Unternehmen als Wettbewerbsinstrument eingesetzt, um gegenüber der Konkurrenz Vorteile zu erzielen. Abnehmer versuchen verstärkt, ihre Bestände zu minimieren, indem sie bedarfsorientiert bestellen, d. h. in kürzeren Abständen und kleineren Mengen.

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