Die DEKRA Zertifizierungsstufe D2 qualifiziert Sie für die fundierte Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie für komplexe Bewertungsfälle. Dieser Lehrgang erweitert Ihre Kompetenzen gezielt über das D1-Niveau hinaus und Sie lernen, auch anspruchsvolle Sachverhalte strukturiert und rechtssicher zu beurteilen. Im Fokus stehen hochwertige Gutachten, die sichere Anwendung fortgeschrittener Verfahren und eine gerichtsfeste Argumentation. So positionieren Sie sich auf einem höheren professionellen Niveau und erschließen sich neue, anspruchsvollere Auftraggeberkreise– insbesondere im institutionellen Umfeld, bei Gerichten und im Finanzsektor.
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Flexibel: an unserem Online-Live-Lehrgang können Teilnehmer/innen live von überall aus teilnehmen.
Interaktiv: durch die Interaktion in unserem Lehrgang können Teilnehmer/innen die Fragen stellen, auf die sie dringend eine Antwort brauchen.
Tipps & Skills: Teilnehmer/innen können das neu erworbene Wissen direkt in ihrem Arbeitsalltag einsetzen und für ihre Gutachtenerstellung anwenden.
1. Tag
Begrüßung der TN und Ablauf der Veranstaltung
Vorstellungsrunde
Intensivierung D1:
Grundsätze der Wertermittlung und Verfahrenswahl
Aufgaben der Gutachterausschüsse
Aufbau Grundstücksmarktbericht
Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Immobilienpreisen
Marktanalyse
Bauplanungsrecht
Wiederholung aus D1
Planungsschaden
Ablauf Vergleichswertverfahren
mittelbares Vergleichswertverfahren
unmittelbares Vergleichswertverfahren
Immobilienrichtwert
Bodenwertermittlung
Ablauf Sachwertverfahren
NHK
besondere Bauteile
Brutto-Grundfläche (BGF)
Baupreisindex (BPI)
Baujahr, Gesamtnutzungsdauer, Restnutzungsdauer, Alterswertminderung
Außenanlagen
objektspezifischer Sachwertfaktor
besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale (boG)
Zusammenfassung: Unterschied zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien
Ablauf Ertragswertverfahren
Gegenüberstellung: allgemeines - vereinfachtes - periodisches EW
Rohertrag
Bewirtschaftungskosten
Reinertrag
objektspezifischer Liegenschaftszinssatz
Barwertfaktor
Ertragswert
besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale:
Überblick
Berücksichtigung in der Wertermittlung
Überblick nicht-normierte Verfahren:
Vervielfältigermethode / Maklerverfahren
Liquidationswertverfahren
nutzungsabhängiger Bodenwert iSv. § 43 ImmoWertV
Comparision Method (Vergleichswertverfahren)
Cost Method (Sachwertverfahren)
Residual Method (Residualwertverfahren)
Profits Method (Pachtwertverfahren)
Income Capitalisation Method (Ertragswertverfahren)
Discounted-Cash-Flow-Verfahren (DCF)
Investment Method (Investmentverfahren)
Exkurs: Beleihungswert
Exkurs: Unternehmensbewertung: Asset Deal vs. Share Deal
Gutachtenaufbau
Gliederung
KO-Fehler
2. Tag
Grundlagen der Finanzmathematik und Statistik
Aufzinsung / Abzinsung
vorschüssiger / nachschüssiger Rentenbarwertfaktor
Leibrentenbarwertfaktor
ewiger Vervielfältiger / ewige Rente
Renditekennzahlen
Statistikkennzahlen und -begriffe u. a.:
Grundgesamtheit
Streuungsmaße
Stichprobe
Standardabweichung
Mittelwert
Median
Zufallsvariabel
Quantil
Varianz
Box-Plot
Bedeutung der Darstellung der statistischen Sicherheit im Gutachten
Miete
Wohnungsmietrecht
Arten von Mietverträgen
„normaler“ Mietvertrag § 558 BGB
Staffelmietvertrag
Indexmietvertrag
Mietzeit und Kündigung
Aufbau bzw. Bestandteile der Miete
Ermittlung des Mietansatzes
ortsübliche Vergleichsmiete
Mietspiegel
Mietpreisbremse
Ermittlung der Mietfläche
Mieterhöhung
gem. § 558 BGB (ortsübliche Vergleichsmiete)
Form und Begründung
Zustimmung
gem. § 559 BGB (Modernisierung)
Anrechnung von Drittmitteln
Abzug „neu für alt“
vereinfachtes Verfahren
gem. § 559e BGB (65%-EE)
Berechnung
gem. § 560 BGB (Betriebskosten)
Mietsicherheiten
Instandhaltung und Instandsetzung
Schönheitsreparaturen
Berücksichtigung von Barrierefreiheit und Energieeffizienz
Berücksichtigung der CO2-Umlage
Gewerbemietrecht
Zustand des Mietgegenstandes und Auflagen des Gewerbebetriebes
Besonderheiten, die sich aus Teilungserklärung, Bebauungsplan oder anderen Rechtsvorschriften ergeben können
Miethöhe und Incentives
Flächenberechnung
Schriftformerfordernis beim Gewerbemietvertrag
besondere Vertragsklauseln, z. B. Wettbewerbsschutz
3. Tag
Rechte und Lasten
Einteilung der R+L
privatrechtliche R+L
öffentlich-rechtliche R+L
beschränkt dingliche Rechte
Erbbaurecht / Wohnungserbbaurecht
Nießbrauch / Wohnungsrecht / Dauerwohnrecht
Überbau
Wegerecht
Notwegerecht
Leitungsrecht
Baulasten
Denkmalschutz
Altlasten
sonstige R+L (Überblick)
Exkurs: merkantiler Minderwert
4. Tag
Wohnimmobilien
Einteilung der Wohnimmobilien
Determinanten der Nachfrage
Makro- und Mikrolagekriterien
Abgrenzung der Begriffe im Wohnungs- und Teileigentum
Gemeinschaftseigentum
Sondereigentum
Sondernutzungsrecht
Eigentum Dritter
Miteigentumsanteile und deren Berechnung
Aufbau und Ausgestaltung von Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung
Unterlagenbeschaffung für den Bewertungsprozess
Gewerbeimmobilien
Einteilung der Gewerbeimmobilien
Makro- und Mikrolagekriterien der verschiedenen Gewerbearten
Standortkriterien von Gewerbeimmobilien
Standortanalyse und Standortbewertung
(Markt-)Datenbeschaffung für den Bewertungsprozess
Überblick Spezialimmobilien (nicht Zertifizierungsbereich)
Standortkriterien von Spezialimmobilien
Tag 5
rechtliche Grundkenntnisse
allgemeine Rechtsgrundlagen der Sachverständigentätigkeit
Vertrag: Dienst- vs. Werkvertrag
Werbung des SV
Haftung
Vergütung
Siegelführung
Rechtsstellung beim gerichtlichen Auftrag
bautechnische Grundkenntnisse
Bauhistorische Epochen
Gründung
Bautechnik
Keller und Außenwände
Dach
Fenster und Außentüren
Innenwände und Innentüren
Decken und Treppen
Fußböden
Sanitäreinrichtungen
Heizung
sonstige technische Ausstattung
GEG vs. EnEV
Grundkenntnisse Brandschutz
Grundkenntnisse Schallschutz
Grundkenntnisse Wärmeschutz
Grundkenntnisse Feuchteschutz
Baumängel vs. Bauschäden
Definition
Grundkenntnisse Risse
Grundkenntnisse Normen und technische Regeln
Abschlussrunde
Übungsaufgabe mit Musterlösung
Bitte beachten Sie: Erst nach Bestehen der DEKRA-Abschlussprüfung erhalten Sie das Zertifikat zur/ zum Sachverständige/n Immobilienbewertung D2. Zudem berechtigt Sie das Bestehen der Zertifizierungsprüfung zum Führen des entsprechenden DEKRA - Siegels.
Bei Interesse an dem Lehrgang helfen wir gerne bei Rückfragen zur Zulassungsvoraussetzung weiter.
Die Zertifizierungsprüfung besteht aus 30 Multiple-Choice- und 3 Offenen- Fragen sowie der Erstellung eines Gutachtens in Heimarbeit nach Aufgabenstellung der DEKRA.
Zertifikatausstellung / Rezertifizierung Die Zertifizierung durch die DEKRA Certification GmbH erfolgt in Form eines Kompetenzzertifikates mit einer Gültigkeit von jeweils 3 Jahren. Das Zertifikat kann bei Ablauf durch eine Rezertifizierung um jeweils weitere 3 Jahre verlängert werden.
Zur Erlangung der Rezertifizierung (Zertifikatsverlängerung) unterliegen Sie einer ständigen Weiterbildungspflicht, z.B. durch die von uns angebotenen Fachseminare & Rezertifizierungsseminare. Die genauen Anforderungen und Kosten der Rezertifizierung entnehmen Sie der Prüfungsordnung der DEKRA.
Dipl.-Kfm. (FH), Dipl.-Wirt.-Päd. Hartmut Häusler, MHBA
Miriam Gebauer
+49 (0)8233 381-229
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