Weiterbildung: Lehrgang Brandschutzbeauftragter

Kompakt und praxisnah zum Qualifikationsnachweis

Zertifikats-Lehrgang, Dauer 2 Monate

17 Teilnehmerstimmen
"Herr Friedl hat alle Themen anschaulich, kurzweilig und verständlich erklärt."
"Für die Erlangung des Zertifikats unabdinglich, vor allem bei Fragestellungen durch die Teilnehmer. Der Referent war kompetent und informativ, es kam keine Langeweile auf, auch durch die Themenauswahl."
"Sehr informatives und abwechslungsreiches Seminar. Sehr verständlich präsentiert."
"Die Präsenztage waren ganz sicher auch durch die Auswahl des Referenten, Herr Dr. Wolfgang J. Friedl, sehr interessant, didaktisch hervorragend aufbereitet sowie äußerst kurzweilig."
"Sehr netter Dozent, der das Lehrmaterial sehr gut rübergebracht hat."
"Der Referent vereint Fachkompetenz mit brillantem Vortragsstil!"
"Ständiger Praxisbezug, angenehme Atmosphäre, kleine Seminargruppe."
"Mir hat er sehr gut gefallen. Besonders, dass Brandschutz anhand von Beispielen an den "Mann" gebracht wurde. Sehr gut. Praktische Löschübung, Erklärungen mit Videomaterial! Sehr gut!"
"Brandübung hat mir besonders gefallen. War sehr gut, sehr verständlich!"
"War alles sehr informativ. Sehr gut."
"Sehr kompetenter Referent, sehr praxisbezogen, sehr abwechslungsreich. Sehr gut."
"Gut: der praxisbezogene Vortrag... Sehr gute Vermittlung der Wichtigkeit des Brandschutzes! Im 2. Präsenz-Seminar wurde das umfangreiche Thema effektiv auf Sinnvolles komprimiert und in kurzer Zeit das dargestellte Themengebiet/Wissen vermittelt."
"Besonders gut: die bildliche Darstellung durch den Referenten… Das erste Präsenz-Seminar hat mir sehr geholfen, da ich jetzt die Brandlasten besser beurteilen kann."
"Sehr gute Erläuterung der Themen. Seminarleiter sehr gut."
"Abwechslungsreich, erfrischend, sehr gute Vortragsweise! Interessant, super Kurs, empfehlenswert!"
"Sehr gut, kann ich jedem empfehlen! Was mir besonders gefallen hat: Brandschutzübung, gut erklärt sowie Theorie und Praxis - genauso weitermachen! Gute Erklärung und verständnisvoll, mit Humor. Gerne wieder, sehr gut erklärt, ich habe vieles für die Zukunft mitgenommen!"
"Die Vermittlung des Lehrstoffes war sehr interessant und wurde praxisnah vermittelt. Sehr viele Informationen... Sehr gut!"
Fehler und Mängel beim Brandschutz können den Versicherungsschutz kosten und Geschäftsführer, Arbeitgeber und verantwortliche Führungskräfte persönlich haftbar werden lassen. Dies passiert schnell, wenn nicht der geltende Stand und die Regeln der Technik berücksichtigt werden. Die Verantwortlichen sind in der Beweispflicht gegen den Verdacht der groben Fahrlässigkeit. Verantwortliche, (zukünftige) Beauftragte im Brandschutz, Sicherheitsbeauftragte und -fachkräfte erfahren im Zertifikats-Lehrgang „Brandschutzbeauftragte/r“ alle aktuellen Vorgaben aus dem umfangreichen Gesetzes- und Regelwerk und sind somit auf jede Situation gut vorbereitet.
 
  • Ziele & Nutzen

    • Aktuelles Brandschutzwissen: Diese Weiterbildung vermittelt praxisnah und mit vielen konkreten Beispielen und Abbildungen den aktuellen Stand des Wissens, der für die rechtssichere Erfüllung der Brandschutzpflichten erforderlich ist. Inhaltlich basiert sie auf der Brandschutzordnung DIN 14 096:2014-05 und der ASR 2.2 (Maßnahmen gegen Brände): zum wirksamen Schutz vor Brandgefahren und Haftungsrisiken!
    • Flexibel und individuell: Sechs leicht verständliche Lehrbriefe mit Übungsaufgaben machen das Selbstlernen für den Brandschutzbeauftragten besonders einfach. Bei Fragen stehen die Experten jederzeit per E-Mail zur Verfügung.
    • Praktisch: An zwei aufeinander folgenden Seminartagen beantworten die Experten Teilnehmer-Fragen, vertiefen ausgewählte Themen und führen Praxisübungen an Feuerlöschgeräten durch.
    • Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat über die Befähigung zur Tätigkeit als Brandschutzbeauftragter, das inhaltlich auf der branchenweit anerkannten Richtlinie vfdb12-09/01: 2014-08 und den CFPA-Richtlinien basiert.

  • Methodik

    Der Lehrgang startet mit 4 Lehrbriefen, die per Post zugeschickt werden. Diese vermitteln praxisnah alles Wichtige zu rechtlichen Grundlagen, Brandlehre sowie dem baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz. Mit Kontrollaufgaben und Musterlösungen zum jeweiligen Thema können die Teilnehmer ihren Kenntnisstand jederzeit selbstständig prüfen.

    Während des zweitägigen Praxisblocks führt der Referent vertiefend in die Thematik ein und beseitigt Verständnisprobleme. Eine praktische Löschübung rundet den zweiten Tag ab.
    Am Ende des zweiten Präsenztags werden die Lehrbriefe 5 und 6 ausgehändigt, welche folgende Themen behandeln: Brand- und Explosionsgefahren, besondere Brandrisiken, Brandschutzmanagement und Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehren und Versicherern.

    Für die Bearbeitung der Lehrbriefe haben die Teilnehmer pro Lehrbrief jeweils eine Woche Zeit. Fragen zu den Lehrbriefen beantworten die Experten jederzeit per E-Mail.
  • Inhalte

    Fernlernphase 1

    Lern- und Übungshefte mit praktischen Beispielen, Aufgaben und kommentierten Lösungen (Versand der Lehrbriefe 1 bis 4 per Post)

    • Rechtliche Grundlagen
      • Grundlagen und Ziele des Brandschutzes, Einführung in den Brandschutz
      • Personenschutz, Sachwertschutz, Umweltschutz
      • Ihre Verantwortung für den Brandschutz im Betrieb
      • Aufgaben und SteIlung des Brandschutzbeauftragten
      • Brandschutzrecht: Vorschriften, Bestimmungen, Regelwerke, Normen des Staates inklusive der neuen ASR A 2.2, der Europäischen Union, der Berufsgenossenschaften, der Sachversicherer
    • Brandlehre
      • Chemisch-physikalische Grundlagen des Brennens und Löschens
      • Grundlagen der Entstehung von Bränden
      • Brandklassen
      • Auswahl geeigneter Löschmittel und Löschverfahren
    • Baulicher Brandschutz
      • Bauordnungen der Länder, Sonderbauverordnungen, Technische Baubestimmungen
      • EN 13501 bzw. DIN 4102
      • Industriebaurichtlinie
      • Brandabschnitte/Brandbekämpfungsabschnitte
      • Baustoffe und Bauteile
      • Flucht- und Rettungswege
      • Flächen für die Feuerwehr
      • Planung und Bewertung baulicher Anlagen unter den Gesichtspunkten des Brandschutzes
      • u. a. m.
    • Anlagentechnischer Brandschutz
      • Brand- und Gefahrenmeldeanlagen
      • Ortsfeste Feuerlöschanlagen
      • Ortsfeste Brandvermeidungsanlagen
      • Feuerlöscher und Speziallöschgeräte
      • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
      • Instandhaltung und Prüfungen
      • u. a. m.
    • Organisatorischer Brandschutz
      • Gefährdungsbeurteilung Brand (Systematik) inkl. besondere Gefährdung durch
        • Ausfall und Außerbetriebnahme von Brandschutzeinrichtungen
        • feuergefährliche Arbeiten
        • Fremdfirmen
      • Brandschutzkonzepte
      • Brandschutzordnung
      • Festlegen der betrieblichen Brandschutzorganisation
      • Erstellen von Ablauf- und Organisationsplänen
      • Verhalten bei Bränden
      • Alarmierung, Räumung, Brandbekämpfung
      • Feuerwehrpläne
      • Brandschutzausbildung der Beschäftigten / Methodik und Didaktik
      • Verhaltensbezogene Maßnahmen
      • Kontrolle der Brandschutzmaßnahmen
      • Übungen

    2-tägiger Präsenzblock

    Vertiefung und praktische Übung
    Der Referent vertieft den Teilnehmern anhand praktischer Beispiele ausgewählte Themen und beantwortet noch offene Fragen.
    Praktische Übung mit Feuerlöscheinrichtungen zur Brandbekämpfung
     

    Fernlernphase 2

    Lern- und Übungshefte mit Beispielen aus der Praxis, Übungsaufgaben und kommentierten Lösungen (Aushändigung der Lehrbriefe 5 bis 6, am zweiten Präsenztag)

    • Brand- und Explosionsgefahren, besondere Brandrisiken
      • Brandrisiken innerhalb des Betriebes bedingt durch
        • bauliche Anlagen, lnnenausbau, Einrichtung
        • betriebliche Nutzung
        • explosionsfähige, brennbare und brandfördernde Stoffe
        • elektrische Anlagen
        • Versorgung und Entsorgung
        • Brandstiftung
      • Gefährdung von Personen aufgrund Anzahl, Art und Verteilung im Betrieb
      • Auswahl geeigneter Brandschutzmaßnahmen in Bezug auf Löschmittel, Löscheinrichtungen, Organisation
    • Brandschutzmanagement
      • Brandschutz und Brandschutzbeauftragte im vernetzten Betriebssystem
      • Integration von Brandschutz in die betriebliche Organisation
      • Gestaltung Brandschutzsystem
      • Beurteilung von Brandschutzkonzepten
      • Übung Gefährdungsbeurteilungen
      • Kompetenz und Ansehen des Brandschutzbeauftragten (soziale Kompetenz, Didaktik, Methoden-, Medienkompetenz)
      • Maßnahmen gegen und bei Betriebsausfällen
      • Anwendungsbeispiel zum integrativen Brandschutzmanagement
    • Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehren und Versicherern
      • Aufgaben der Behörden
      • Arten und Ausrüstungen von Feuerwehren
      • Aufgaben, Einsatztaktik und Leistungsvermögen von Feuerwehren
      • Aufgaben von Versicherern

  • Teilnehmerkreis

    • Mitarbeiter, die zum Brandschutzbeauftragten bestellt sind oder werden sollen
    • bereits tätige Brandschutzbeauftragte, die ihre Qualifikation auffrischen müssen
    • Führungskräfte, die Verantwortung für den Brandschutz übernehmen sollen
    • Sicherheitsfachkräfte und Führungskräfte, die zur Gefährdungsbeurteilung von betrieblichen Brandgefahren beitragen
    • alle, die eine qualifizierte Weiterbildung zum Brandschutzbeauftragten suchen

    Hinweis: Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen und Freiberufler.

  • Teilnahmevoraussetzungen

    • Abgeschlossene Berufsausbildung oder gleichwertige Ausbildung.

    Bei Fragen zur Zulassung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns einfach.

  • Abschluss / Prüfung

    Der Abschlusstest wird zwei Wochen nach dem Präsenz-Seminar im Online Portal freigeschaltet. Es handelt sich um einen Multiple-Choice-Test. Der Test ist innerhalb von 14 Tagen zu absolvieren. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Brandschutzbeauftragte/r“.
  • Einblick in die Lehrbriefe

    Nachfolgend finden Sie zwei Kapitel aus dem ersten Lehrbrief zum Lehrgang Brandschutzbeauftragte/r. Zusätzlich zu den vertiefenden Präsenztagen erhalten Sie sechs umfangreiche Lehrbriefe per Post zugesandt.
     

    Kapitel 1.4 Aufgaben und Stellung des Brandschutzbeauftragten


    Der Brandschutzbeauftragte nimmt an vielen und unterschiedlichen Sitzungen teil, berät das Unternehmen bei Neu- und Umbauplänen, schult Mitarbeiter, arbeitet Betriebsanweisungen aus, weist Fremdfirmen ein, führt Begehungen durch und vieles andere mehr. Er kann sich seine Arbeit weitgehend selber einteilen und ist dazu auch in der Lage. Brandschutzbeauftragte müssen Wertigkeiten erkennen, Prioritäten setzen und intern wie extern verhandeln können.

    So muss ein Brandschutzbeauftragter selber entscheiden können, welche Unternehmensbereiche er wie oft und wie intensiv begeht. Grundlegend wird eine Begehung in der Verwaltung weniger häufig stattfinden müssen als in der Produktion, in einem Lager weniger oft als in einem Forschungs- und Prüfbereich, in öffentlich zugänglichen Bereichen häufiger als in den eigenen Technikräumen usw.

    Brandschutzbeauftragte müssen Mitarbeiter brandschutztechnisch informieren und sensibilisieren, zur Eigenverantwortlichkeit erziehen. Sie sind dafür da, die eigentlichen Brandschutzverantwortlichen (also die Vorgesetzten) zu unterstützen, zu informieren und in deren Auftrag auch Unterweisungen und Schulungen durchzuführen. Es ist eine wichtige und interessante Aufgabe, die Mitarbeiter über das korrekte brandschutzgerechte Verhalten im Unternehmen an den verschiedenen Arbeitsplätzen zu schulen.

    Die Brandschutzbeauftragten erstellen eine neue bzw. überarbeiten die bestehende Brandschutzordnung (insbesondere die beiden Teile B und C) und halten diese aktuell. Gleiches gilt für den Alarmplan. In beiden schriftlichen Unterlagen sind die Namen und Telefonnummern, die Bezeichnungen für Abteilungen usw. ständig auf dem aktuellen Stand zu halten.

    Wenn ein Unternehmen über einen Feuerwehreinsatzplan verfügen muss (diese Forderung findet man ggf. in der Baugenehmigung), so sollte es beim Brandschutzbeauftragten angesiedelt sein, dass dieser solche Pläne entweder in Absprache mit der Feuerwehr selber erstellt, oder aber – ebenfalls in Absprache mit der Feuerwehr – von einer darauf spezialisierten Fachfirma erstellen lässt.

    So ist der Brandschutzbeauftragte immer der erste Ansprechpartner im Unternehmen, wenn die Feuerwehr oder die sonst für den Brandschutz zuständige Person (Kreisbrandrat, Kreisbrandmeister, Kreisbrandinspektor) eine Begehung durchführt oder wenn dies ein Besichtiger der Feuerversicherung vorhat. Natürlich sind bei solchen Begehungen auch kaufmännische Führungskräfte als Ansprechpersonen und zur Begleitung dabei, aber als fachlicher Ansprechpartner ist der Brandschutzbeauftragte optimal. Es mag auch sein, dass es mal von den Gewerbeaufsichtsämtern Fragen in Richtung „Brandschutz“ gibt, die natürlich am besten mit dem Brandschutzbeauftragten geklärt werden können.

    Alle drei Monate findet in größeren Unternehmen die Arbeitsschutzausschusssitzung statt, kurz ASA genannt. Auch hier ist der Brandschutzbeauftragte ab jetzt dabei – entweder die ganze Zeit oder man zieht die brandschutzrelevanten Themen vor und behandelt sie eingangs.

    In den großen Unternehmen ist meist nichts so beständig wie die Veränderung: Ständig werden Abteilungen umstrukturiert, werden Gebäude umgestaltet, und regelmäßig gibt es neue Arbeitsverfahren, neue Arbeitsmittel und neue Ausgangsmaterialien, man hat andere Energiearten oder setzt mehr Energie um usw. Hier ist auch der Brandschutzbeauftragte gefordert, denn neben Kriterien wie Kosten, Qualität, Service oder ergonomische Belange müssen auch Aspekte des Brandschutzes Berücksichtigung finden. Es gibt Arbeitsverfahren, die weniger oder nicht brandgefährlich sind, und es gibt Arbeitsmittel, für die das auch gilt: Reiniger beispielsweise können brennbar oder nichtbrennbar sein, und in Unternehmen herumstehende brennbare Flüssigkeiten werden zur fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung „gern“ verwendet.

    Liegt noch eine Explosionsgefahr vor, so wird meist unter der Leitung des Brandschutzbeauftragten ein Explosionsschutzdokument erstellt, aus dem die Gefahren qualitativ und quantitativ hervorgehen und auch die technischen, baulichen und organisatorischen präventiven und möglicherweise auch kurativen Brandschutzmaßnahmen.

    Wenn die Mitarbeiter sich brandschutztechnisch entsprechend richtig verhalten, basierend auf einer guten Unterweisung, dann ist der Brandschutz optimal im Unternehmen. Diese Unterweisung kann wohl niemand der eigenen Mitarbeiter so gut vornehmen wie der eigene Brandschutzbeauftragte oder ein außerbetrieblicher Brandschutzingenieur.

    Da es in Unternehmen auch sog. Flurbeauftragte, Ersthelfer, Mitglieder von Freiwilligenfeuerwehren und Helfer nach der Brandschutzordnung Teil C gibt, sollten diese Personen dem Brandschutzbeauftragten helfen, ihm zuspielen. Im Gegenzug unterweist der Brandschutzbeauftragte diesen Kreis z. B. zweimal im Jahr und erklärt, auf was zu achten und wie zu reagieren ist. So melden diese Personen dem Brandschutzbeauftragten, wenn Fluchtwege versperrt oder verstellt sind, wenn Feuerlöscher fehlen oder aktiviert wurden, wenn Stromkabel oder Elektrogeräte fehlerhaft oder gefährlich sind und andere brandkritische Situationen; der Brandschutzbeauftragte indes kümmert sich dann baldmöglichst um die Abstellung der Schwachstellen oder lässt diese von den Abteilungsverantwortlichen vornehmen.
     

    Kapitel 1.5 Brandschutzrecht


    Es gibt eben in Deutschland kein einzelnes, herausgelöstes Gesetz BRANDSCHUTZ, in dem die gesamten Vorgaben in Richtung Brandschutz zusammengefasst sind, sondern es gibt Anforderungen aus völlig unterschiedlichen Richtungen. So gibt es z. B. das staatliche Arbeitsschutzrecht, vertreten durch die Gewerbeaufsichtsämter, und die Vorschriften der Unfallversicherungsträger, vertreten durch die Berufsgenossenschaften bzw. die Gemeindeunfallversicherer sowie zunehmend mehr Technische Regeln (TR). Gewerbeaufsichtsämter und Berufsgenossenschaften ergänzen sich im sog. Dualismus des Arbeitsschutzes, von dem der betriebliche Brandschutz ein Teil ist. Daneben gibt es Länderbauvorschriften für die unterschiedlichen Arten von Gebäuden, die sehr viel in Richtung Brandschutz fordern. Und es gibt viele arbeitsschutzrechtliche Vorgaben, die sozusagen nebenbei auch den Brandschutz teilweise mit abdecken. Die Vorgaben der Berufsgenossenschaften und Technischen Regeln betreffen primär den Arbeitsschutz, doch sie gehen auch sehr konkret auf den Brandschutz in Unternehmen ein und können ebenfalls detailliert zum Explosionsschutz Vorgaben machen. Daneben gibt es noch das Landesrecht, d. h. Verordnungen, die in den einzelnen Bundesländern auf brandschutzrelevante Themen eingehen. Und nicht zuletzt haben die Feuerversicherungen von privatrechtlicher Seite weitere, zusätzliche Anforderungen an den Brandschutz.
     

    EU-RECHT

    Gesetzlich verpflichtend

    Erforderlich zur Erfüllung der Gesetze

    Informativer Charakter

    Staatliches Arbeitsschutzrecht
    z. B. Arbeitsstättenverordnung

    Staatliches Technisches Regelwerk
    z. B. TRBS 2152 Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre

    Berufsgenossenschaftliche Informationen
    z. B. DGUV Information 205-023 Brandschutzhelfer

    Berufsgenossenschaftliche Vorschriften
    z. B. DGUV Vorschrift 1 Grundzüge der Prävention

    Technische Regeln
    z. B. TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffenz. B. TRBS 2153 Zündgefahren durch elektrostatische Aufladungen

    Berufsgenossenschaftliche Informationen
    z. B. DGUV Information 205-002 – Brandschutz bei feuergefährlichen Arbeiten

    Länder-Baurecht z. B. Bayern, VVB (Verordnung zur Verhütung von Bränden)

    Berufsgenossenschaftliche Vorschriften
    z. B. DGUV Vorschrift 9 sowie ASR A 1.3 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz

    DIN-Normen
    z. B. DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung – Flucht und Rettungspläne

    Richtlinien der Versicherer
    z. B. VdS-Richtlinie 2000 Leitfaden für den Brandschutz im Betrieb

    Richtlinien von Verbänden
    z. B. vfdb 01-01 Brandschutzkonzept


    Hieraus ergeben sich Brandschutzvorschriften, -regeln, -richtlinien und -informationen.

    Es kann ein Brandschutzbeauftragter gefordert werden in Sonderbauten, wie die nachfolgende Auflistung zeigt:

    • Industriebaurichtlinie bei einer Geschossfläche größer als 5.000 m²
    • evtl. die Versammlungsstättenverordnung (Landesrecht)
      Gegebenenfalls fordert auch die Verkaufsstättenverordnung (ebenfalls Landesrecht) eine namentlich bekannte Person, die sich um die Einhaltung der brandschutztechnischen Belange in Verkaufsstätten ab 2.000 m² kümmert.
    • evtl. die Hochhausrichtlinie (Landesrecht), abhängig von der Gebäudehöhe
    • Privatrechtlich wird eine für den Brandschutz zuständige Person oft von den industriellen Feuerversicherungen und auch von den Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherungen gefordert.
    • Indirekt kann man aus den Gesetzen Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung (ArbSchG, ASiG, BetrSichV) herauslesen, dass es Gefährdungsanalysen gegen alle anstehenden Gefahren geben muss (also auch gegen Brand) sowie Personen, die sich um die Sicherheit der Mitarbeiter im Unternehmen konstruktiv kümmern müssen.
    • Die Berufsgenossenschaften achten bei Begehungen auch auf den betrieblichen Brandschutz und können Strafen auflegen (auch wenn sozusagen noch nichts passiert ist), wenn es hier zu Verstößen kommt – insofern fordern auch die Berufsgenossenschaften eine für den Brandschutz zuständige Person, die einen Ist-Soll-Abgleich der betrieblichen Gegebenheiten mit den gesetzlichen Anforderungen vornimmt.

    Grundsätzlich aber gilt, dass der Unternehmer, respektive seine Stellvertreter und die nachfolgenden Hierarchieebenen, u. a. verantwortlich für den Brandschutz sind. Davon unberührt gilt, dass jeder strafmündige Mensch für sein Tun und auch ggf. für seine Unterlassungen überall, wo er sich aufhält, bestraft werden kann, wenn er sich boshaft, nicht helfend oder sonst in irgendeiner Form strafrechtlich verhalten hat.

    Brandschutzbeauftragte müssen über viele und unterschiedliche Gesetze, Bestimmungen, Vorschriften oder technische Regeln Bescheid wissen. Sie müssen Kontakte zu Institutionen (Bauamt, Landratsamt, Feuerwehr, Feuerversicherung, Hersteller von brandschutztechnischen Produkten, Prüfunternehmen ...) haben, herstellen und halten und bei brandschutzrelevanten Fragen Antworten parat haben oder zumindest wissen, wo man konkrete und korrekte Antworten finden kann.

    Autor: Dr.-Ing. Wolfgang J. Friedl


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