Was Sie bei der Planung Ihrer Weihnachtsfeier 2013 wissen müssen – Teil 2

Betriebsveranstaltungen | 110-Euro-Grenze | Claudia Auernhammer

Christmas table
Im vorletzten Blogbeitrag haben Sie erfahren, dass nach der Rechtsprechung des BFH vom 16.05.2013 in die 110-Euro-Grenze nur solche Kosten einzubeziehen sind, die der Teilnehmer konsumieren kann. Zum Konsum gehört der Gaumen-, der Ohren- und der Augenschmaus!

Nicht mit einzubeziehen sind Aufwendungen, die der Veranstaltung und somit Ausgestaltung der Weihnachtsfeier dienen. Es handelt sich dabei um Leistungen deren Wert dem Teilnehmer nicht unmittelbar zufließen. Als Beispiele wurden im Urteil die Kosten des Event-Managing und die Kosten der Buchhaltung für die Betreuung und Abwicklung der Weihnachtsfeier angeführt.

Wenn sich der Arbeitgeber der Hilfe fremder Personen bedient, welche die Organisation der Veranstaltung übernehmen, sind dies zwar Kosten der Betriebsveranstaltung, aber eben nicht Kosten, die in die 110-Euro-Grenze einzubeziehen sind.

Hinsichtlich der Mietkosten für den Veranstaltungsraum oder die Ausschmückung des Veranstaltungsortes wurde ebenfalls klargestellt, dass diese Aufwendungen nicht in die 110-Euro-Grenze einzubeziehen sind. Anders ist die Beurteilung, wenn die Veranstaltung selbst einen unterhaltenden Wert besitzt. Dies kann bei Theateraufführungen, Stadienbesuchen oder anderen Arten von Sportveranstaltungen der Fall sein.

Die Kosten der Anreise sind in die 110-Euro-Grenze ebenfalls nicht einzubeziehen, da Reisekostenerstattungen durch den Arbeitgeber keine Bereicherung des Arbeitnehmers und somit einen lohnsteuerlichen Sachverhalt darstellen.

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