Smartphone und Software steuerfrei vom Arbeitgeber

Gesetzesänderung vom 29.02.2011| Lohnsteuer | von Claudia Auernhammer

Smartphone und Software steuerfreiDer Finanzausschuss des Bundestages beschloss am 29.02.2012 eine Gesetzesänderung in das Gemeindefinanzreformgesetz (17/8235) aufzunehmen. Mit den Stimmen der CDU/CSU und FDP wird in das Änderungsgesetz zum Gemeindefinanzreformgesetz eine Regelung aufgenommen, die die private Nutzung von Computer Software des Arbeitgebers lohnsteuerfrei ermöglicht.Bereits lohnsteuerfrei ist die Überlassung von Telekommunikationsgeräten seitens des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. Von dieser Regelung machen die Arbeitgeber Gebrauch und gestatten ihren Mitarbeitern die Nutzung der betrieblichen Geräte zu privaten Zwecken. Solange der Arbeitgeber nur die Nutzung und nicht das Eigentum selbst überlässt, erfolgt die Nutzung lohnsteuerfrei. Lohnsteuerfrei ist dabei die Nutzung der jeweiligen Geräte und die dabei anfallenden Gebühren.

In Zeiten veränderter Kommunikation tritt immer häufiger die Fragestellung auf, wie mit Geräten zu verfahren ist, die eben nicht nur „normale“ Telekommunikationsmöglichkeiten anbieten. Bestes und beliebtes Beispiel: das iPhone. Neben Telefongesprächen bietet es die Möglichkeiten der schier unbegrenzten Nutzung im weiten www und sonstiger Software-Anwendungen wie Apps.

Die Gesetzesänderung stellt somit klar, dass die private Nutzung von betrieblicher Software lohnsteuerfrei ist. Beweggründe für diese Regelung sind zum einen, dass es um eine Steuervereinfachung geht, aber auch um die neuen betrieblichen Strukturen, z.B. Heimarbeitsplätze zu erleichtern.

Insgesamt ist die Regelung zu begrüßen, es bleibt allerdings abzuwarten, ob nicht damit Tür und Tor geöffnet wird, um hochwertige Fernsehgeräte mit Datenverarbeitungssoftware oder Tablets missbräuchlich zu überlassen. Die Entwicklung wird sicher seitens der Finanzverwaltung verfolgt werden.

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