Reisekostenreform – Wieder ALLES neu?

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Reisekostenreform

Einige von Ihnen haben es sicher bereits in der Presse gelesen. Das Reisekostenrecht soll (wieder einmal) reformiert werden. Was aber steckt hinter diesen „Gerüchten“?

Das Bundesfinanzministerium hat ein Projekt  unter dem Namen „ReiKoRef“ laufen. Inhalt dieses Projektes ist es, Reformen und Vereinfachungen im Bereich des steuerlichen Reisekostenrechts anzugehen.

Ende Januar 2012 hat das BMF einen Bericht vorgelegt aus dem verschiedene Modelle zur Vereinfachung des Reisekostenrechts enthalten sind. Die Koalitionsfraktionen haben diese Vereinfachungen in die „Zwölf Punkte zur Vereinfachung und Modernisierung des Unternehmenssteuerrechts“ aufgenommen. Ein Gesetzentwurf könnte dann frühestens Ende dieses Jahres vorgelegt werden. Eine tatsächliche Umsetzung der Reform zum 01.01.2013 ist daher eher unwahrscheinlich. Realistische Zeitpunkte werden der 01.01.2014 oder gar 2015 sein.

Was ist in den Modellen enthalten?

Dringend klärungsbedürftig gilt die „regelmäßige“ Arbeitsstätte.  Durch die Rechtsprechung des BFH zur einzigen regelmäßigen Arbeitsstätte kamen neue Probleme auf uns zu. Geplant ist der neue Begriff der „ersten Tätigkeitsstätte“.

Zum Verpflegungsmehraufwand: Hier gibt es fünf Modelle zur Vereinfachung des Verpflegungsmehraufwandes. Es soll zukünftig grundsätzlich zwischen eintägigen und mehrtätigen Dienstreisen unterschieden werden. Neue Verpflegungsmehraufwandbeträge sind geplant, dabei soll die bisherigen Grenzen von mindestens 8 Stunden oder 14 Stunden durch 10 Stunden und 14 Stunden ergänzt werden. Es wäre dann zukünftig ein Vier-Stufen-Modell. Ob dies eine Vereinfachung darstellt?

Zur Besteuerung von Mahlzeiten: Zukünftig soll unterschieden werden, ob es sich um eine unentgeltliche oder verbilligte Verpflegung seitens des Arbeitgebers handelt. Damit bliebe das bisherige System der unentgeltlichen Mahlzeiten dem Grunde nach erhalten. Wie genau die Ausgestaltung in dieser Unterscheidung erfolgen soll, bleibt abzuwarten.

Zusammengefasst bleibt festzustellen: Die Absicht ist gut, es kommt nur darauf an was man daraus macht! Es bleibt abzuwarten wie sich die bisherigen Vereinfachungsideen im Gesetzgebungsverfahren erhalten bleiben.

Das Thema ist spannend und wir halten Sie hier im Blog auf dem Laufenden.

 

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