Frühstücksleistungen für Hotelgäste sind mit 19% zu versteuern

Frühstück im Rahmen einer Hotelübernachtung | BFH-Urteil vom 24.04.2013

© fredredhat - Fotolia.comGanz aktuell ist am gestrigen Tag das BFH-Urteil vom 24.04.2013 veröffentlicht worden. Darin wurde entschieden, dass bei Hotelübernachtungen nur die unmittelbar der Beherbergung dienenden Leistungen des Hoteliers dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % unterliegen.

Damit sind Frühstücksleistungen mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu versteuern – auch dann, wenn eine „Übernachtung mit Frühstück“ zu einem Pauschalpreis angeboten wird.

Die Klägerin, die in ihrem Hotel mit angeschlossenem Restaurant ausschließlich „Übernachtungen mit Frühstück“ angeboten hatte, hatte in ihren Umsatzsteuer-Voranmeldungen für Januar und Februar 2010 ihre Frühstücksumsätze an Hotelgäste (Privatkunden) dem ermäßigten Steuersatz von 7 % unterworfen.

Mit dem gestern veröffentlichten Urteil folgte der BFH der Ansicht des Finanzamtes, das für den auf das Frühstück entfallenden Teil des Gesamtpreises den Regelsteuersatz von 19 % forderte. Denn die Frühstücksleistungen seien gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 11 Satz 2 i. V. m. Abs. 1 UStG dem vollen Steuersatz zu unterwerfen, da es sich um selbstständige Leistungen handelte, die nicht unmittelbar der Übernachtung dienten – auch dann nicht, wenn diese mit dem Entgelt für die Vermietung abgegolten sind. Die Frühstücksleistungen stehen zwar im Zusammenhang mit der Übernachtungsleistungen, erfüllen aber mit der Beköstigung der Hotelgäste einen eigenständigen Zweck.

Das BFH-Urteil ist unter dem Aktenzeichen XI R 3/11 veröffentlicht worden. Es steht Ihnen hier zum Download bereit.

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