Steuerliche Behandlung von Arbeitsessen, Annehmlichkeiten und Belohnungsessen

Bewirtungskosten | Arbeitsessen | Annehmlichkeiten | Belohnungsessen

Getränke und Genussmittel, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zum Verzehr im Betrieb unentgeltlich oder teilentgeltlich überlässt, gehören als Aufmerksamkeiten nicht zum Arbeitslohn. Dasselbe gilt für Speisen, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer anlässlich und während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes, z. B. während einer außergewöhnlichen betrieblichen Besprechung oder Sitzung, im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse an einer günstigen Gestaltung des Arbeitsablaufs unentgeltlich oder teilentgeltlich überlässt und deren Wert 60 Euro nicht überschreitet (LStÄR R 19.6 Abs. 2). Weiterlesen

Herzlich willkommen: Janina Lievenbrück

Reisekostenrecht | Interview | Janina Lievenbrück

Seit Juli 2018 verstärkt Frau Janina Lievenbrück unser Redaktionsteam bei www.reisekosten-blog.de. Daher wollen wir sie Ihnen gerne näher vorstellen und haben mit ihr gesprochen.

Kurz zu ihrer Person:

Janina Lievenbrück ist Steuerberaterin und Bachelor of Arts in International Business bei der WTS Steuerberatungsgesellschaft mbH in Düsseldorf. Sie ist spezialisiert auf die Beratung von Unternehmen u.a. in allgemeinen Fragen des deutschen Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrechts, bei der Unterstützung von Lohnsteueraußenprüfungen, IKS-Projekten, Prozessbegleitungen oder Payroll und HR-Service-Management.

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Absagen zur Betriebsfeier: Welche Folgen hat dies für die feiernden Kollegen?

Betriebsveranstaltung | Zuwendung | Weihnachtsfeier

Bis zur nächsten Weihnachtsfeier ist es zwar noch etwas hin. Aber das Thema beschäftigt die Gerichte auch in den Sommermonaten, wie das Urteil vom Finanzgericht Köln (Az. 3 K 870/17), das am 03.09.2018 veröffentlicht worden ist, zeigt.

Darin ging es um die Frage, ob und inwieweit (kurzfristige) Absagen zur Teilnahme an der betrieblichen Weihnachtsfeier steuerliche Auswirkungen für die Kollegen haben, die tatsächlich zur Weihnachtsfeier gegangen sind.

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Sachbezugswerte 2019 stehen voraussichtlich fest

Sachbezug 2019 | Verpflegung | freie Unterkunft

Es liegen die voraussichtlichen Sachbezugswerte für Verpflegung und Unterkunft ab Januar 2019 vor.

Die endgültige Verabschiedung des Entwurfs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für die „Elfte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung“ mit den voraussichtlichen Sachbezugswerten für Verpflegung und Unterkunft ab Januar 2019 wird wahrscheinlich im Herbst 2018 erfolgen.

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Anwendung der Dreimonatsregelung bei Verpflegungspauschalen

Verpflegungspauschalen I Tätigkeitsstätte I Janina Lievenbrück

Allgemeine Grundsätze

Verpflegungsmehraufwendungen zählen zu den Reisekosten, soweit diese durch eine beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit des Mitarbeiters entstehen (vgl. R 9.4 Satz 1 LStR).

Eine beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit liegt dann vor, wenn der Mitarbeiter außerhalb seiner Wohnung und nicht an seiner ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig wird (vgl. § 9 Abs. 4a Satz 2 EStG).

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Firmenwagenüberlassung gilt als Arbeitsentgelt

Dienstwagen | Sachbezug | Arbeitslohn

Anlässlich ihrer Besprechung zur „Berücksichtigung vom Arbeitnehmer getragener Aufwendungen“ stand bei den Spitzenverbänden der Sozialversicherung (GKV-Spitzenverband, Deutsche Rentenversicherung Bund,  Bundesagentur für Arbeit) am 22.03.2018 auch das Thema Firmenwagengestellung auf der Tagesordnung.

In diesem Rahmen bestätigten sie, dass die Überlassung eines Firmenwagens zur privaten Nutzung als Sachbezug auch Arbeitsentgelt sein kann. Dabei ist – auch bei der Berücksichtigung der vom Arbeitnehmer getragenen Aufwendungen – auf die steuerrechtlichen Ansatzwerte zurückzugreifen.

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Das Job-Ticket und die Erstattung von Fahrtkosten zur ersten Tätigkeitsstätte

Geldwerter Vorteil | Sachbezugsfreigrenze | monatlicher Zufluss

Wie sieht es aus, wenn der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer den Fahrausweis für öffentliche Verkehrsmittel zu einem mit den Verkehrsbetrieben ausgehandelten Preis überlässt?

Nicht nur der geldwerte Vorteil, sondern auch die Regelungen zum Vorsteuerabzug sind hier zu beachten.

Wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern die Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte erstattet, kann er dies grundsätzlich nur steuer- und sozialversicherungspflichtig abrechnen – und zwar unabhängig davon, ob die Aufwendungen für die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder von einem privaten Fahrzeug des Arbeitnehmers erfolgen.

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Ein weiteres BFH-Urteil: Hauptwohnung am Beschäftigungsort

Doppelte Haushaltsführung | Beschäftigungsort | Wohnort

Der Bundesfinanzhof hat in einem weiteren Fall zum Thema Doppelte Haushaltsführung sein Urteil gefällt. Am 16.05.2018 wurde die Entscheidung veröffentlicht, in der es darum ging, unter welchen Voraussetzungen im Rahmen der doppelten Haushaltsführung eine Wohnung, in der der eigene Hausstand unterhalten wird, als noch zum Beschäftigungsort gehörend anzusehen ist.

Wie sieht es also mit einer doppelten Haushaltsführung aus, wenn der Ort des eigenen Hausstands und der Beschäftigungsort in derselben politischen Gemeinde liegt?

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Betriebsveranstaltung: Bustransfer führt nicht zu Arbeitslohn

Auswärtige Firmenfeier | Zuwendungen | Lohnversteuerung

Die Finanzrichter aus Düsseldorf hatten mit Urteil vom 22.02.2018 (9 K 580/17 L) zu entscheiden, wie es mit Zuwendungen des Arbeitgebers anlässlich einer Jubilarfeier mit Shuttle-Transfer aussieht.

In dem Urteil, das am 30.04.2018 veröffentlicht worden ist, stellte sich die Frage, ob der Bustransfer als Teil der Betriebsveranstaltung einen eigenen Konsumwert für die teilnehmenden Arbeitnehmer aufweist oder nicht.

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BMF-Schreiben vom 04.04.2018 (II): Fahrten zwischen Wohnung & erster Tätigkeitsstätte

Dienstwagen | Nutzungswert | Einzelbewertung

Nachdem in Teil 1 das Allgemeine und die Anwendungsregelungen geklärt worden sind, folgen im heutigen Teil 2 zum neuen BMF-Schreiben vom 04.04.2018 die Regelungen zu den Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.

Hier werden Fragen vom pauschalen Nutzungswert über die 0,03%-Regelung und zur Einzelbewertung bis hin zum Lohnsteuer- und Einkommensteuerabzugsverfahren geklärt.

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