BFH-Entscheidung zur ersten Tätigkeitsstätte (5): Gesamthafenmitarbeiter

Tätigkeitsstätte | Zuordnung | Hafengelände

Im letzten Urteil der fünf Entscheidungen des BFH zur ersten Tätigkeitsstätte entschied dieser am 11.04.2019 (Az. VI R 36/16) zur ersten Tätigkeitsstätte eines Gesamthafenmitarbeiters, der auf dem Gelände des Hamburger Hafen tätig war.

Hier stellte sich auch die Frage, ob der Hamburger Hafen als „weiträumiges Tätigkeitsgebiet“ zu sehen ist.

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BFH-Entscheidung zur ersten Tätigkeitsstätte (4): Fliegendes Personal

Tätigkeitsstätte | Zuordnung | Heimatflughafen

In Teil 4 der kleinen Serie zu den fünf Entscheidungen des BFH zur ersten Tätigkeitsstätte folgt nun das Urteil des BFH zur ersten Tätigkeitsstätte einer Pilotin vom 11.04.2019 (Az. VI R 40/16).

Hier hatte der BFH zu entscheiden, ob Aufwendungen für Fahrten einer Flugzeugführerin von und zu ihrem Heimatflughafen (sog. home base) unter der Geltung des neuen Reisekostenrechts nach Dienstreisegrundsätzen oder nach Maßgabe der Entfernungspauschale als Werbungskosten sowie Mehraufwendungen für Verpflegung anzusetzen sind.

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BFH-Entscheidung zur ersten Tätigkeitsstätte (2): Polizeibeamter im Streifendienst

Tätigkeitsstätte | Zuordnung | Dienststelle | Verpflegungsmehraufwand

Nachdem in Teil 1 dieser kleinen Serie die Entscheidung zum befristeten Beschäftigungsverhältnis aufgegriffen worden ist, folgt nun die Entscheidung des BFH zur ersten Tätigkeitsstätte eines Polizeibeamten im Einsatz- und Streifendienst vom 04.04.2019 (Az. VI R 27/17).

In diesem Fall war zu klären, ob und wo ein Polizist im Streifendienst seine erste Tätigkeitsstätte hat.

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Wie sieht es aus mit den Kosten von Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte?

Betriebsstätte | Fahrtkosten | Dauerhaftigkeit

Im Urteil vom 11.03.2019 (Az. 9 K 1960/17 E,G) hatten die Düsseldorfer Finanzrichter zu klären, ob eine erste Betriebsstätte vorliegt und welche steuerlichen Folgen ggf. daraus zu ziehen sind.

Wie sieht es also aus mit nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben bzw. mit den Kosten, die für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte anfallen?

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Zeitnahe Führung eines elektronischen Fahrtenbuchs

1%-Regelung | Fahrtenbuch | elektronisches Fahrtenbuch

FahrtenbuchDie Niedersächsischen Finanzrichter haben Anfang des Jahres über einen Fall zu elektronischen Fahrtenbüchern entschieden (Urteil vom 23.01.2019). Darin ging es um das ordnungsgemäße Führen eines solchen bzw. um die Frage, ob der private Nutzungsanteil stattdessen nach der 1%-Regelung zu versteuern wäre.

Was ist also bei der Führung von (elektronischen) Fahrtenbüchern zu beachten?

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Bedingungslose Firmenwagennutzung bei Minijob vor steuerlichem Aus

1%-Regelung | Privatnutzung | Fremdvergleich

Im Urteil vom 10.10.2018 (X R 44/17, X R 45/17) hat der BFH nun entschieden, ob die Kosten für einen Dienstwagen auch dann als Betriebsausgaben abzugsfähig sind, wenn dieser dem Ehegatten im Rahmen eines Minijobs überlassen wird und ihm damit auch eine freie und unbegrenzte (private) Nutzung ohne Kostenübernahme oder Kostenbeteiligung ermöglicht wird.

Wie sieht es also aus mit der Dienstwagenüberlassung bei einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis unter Ehegatten?

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Taxifahrten und Besuchsreisen ins Ausland

Werbungskosten | Entfernungspauschale | öffentliche Verkehrsmittel

Die Niedersächsischen Finanzrichter urteilten in einem Fall, der mit Taxifahrten, öffentliche Verkehrsmittel und Besuchsreisen ins Ausland zu tun hatte (Urteil vom 05.12.2018, Az. 3 K 15/18). Konkret ging es um die Frage, ob Taxifahrten statt der Entfernungspauschale als Werbungskosten abziehbar sind und wie es mit den Aufwendungen im Rahmen von Besuchsfahrten zum im Ausland lebenden Kind aussieht.

Damit ging es um die Anerkennung außergewöhnlicher Belastungen und um die Höhe der zu berücksichtigenden Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.

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Gratis-Download: „Dienstwagen 2019“

Dienstwagen 2019 | kostenloses Whitepaper | Christian Ziesel

Der Firmenwagen ist ein Dauerbrenner im Reisekostenrecht: Aktuell bringen das BMF-Schreiben vom 04.04.2018 und das Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (kurz: „JStG 2018“) zum 01.01.2019 wichtige Änderungen mit sich.

Welche dies sind und wie Sie die Firmenwagen in Ihrem Unternehmen korrekt und steuerlich günstig abrechnen, zeigt Ihnen unser Reisekostenexperte Christian Ziesel im topaktuellen Whitepaper „Dienstwagen lt. BMF-Schreiben vom 04.04.2018 und JStG 2018“ (Stand Januar 2019) auf. Damit Sie wissen, was Sie bei der Abrechnung 2019 beachten müssen.

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Doppelte Haushaltsführung mit der ganzen Familie

Doppelte Haushaltsführung | Beschäftigungsort | Familienheimfahrten

Die Finanzrichter aus Münster hatten darüber zu entscheiden, wie es mit der Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung aussieht, wenn ein Ehepaar mit dem gemeinsamen Kind zusammen am Beschäftigungsort wohnt. Damit stellte sich auch die Frage, wie mit dem Werbekostenabzug für die Kosten für wöchentliche Fahrten ins Heimatdorf zu verfahren ist.

Das Urteil vom 26.09.2018 (Az. 7 K 3215/16 E) wurde am 15.10.2018 veröffentlicht.

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1%-Regelung: Wenn die ermittelte Nutzungsentnahme 50 % der Gesamtkosten übersteigt

Privatnutzung | Listenpreis | 1%-Regelung

Der BFH hatte die Frage zu klären, ob in Fällen, in denen der Steuerpflichtige einen Gebrauchtwagen nutzt – mit einem bei der Anschaffung typischerweise deutlich unter dem Listenpreis liegenden Kaufpreis, stark reduzierten AfA und deutlich geringeren Gesamtkosten –, eine verfassungskonforme Auslegung des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG in der ab dem Veranlagungszeitraum 2006 geltenden Fassung nötig und möglich ist. Nach dieser hat eine Beschränkung der Nutzungsentnahme auf die tatsächlich angefallenen Kosten im Veranlagungszeitraum zu erfolgen, da die Typisierung durch die 1%-Regelung zu zwingend falschen Ergebnissen führt.

In ihrem am 20.08.2018 veröffentlichten Urteil haben die Bundesfinanzrichter nun entschieden, dass es verfassungsrechtlich nicht geboten ist, die nach der 1%-Regelung ermittelte Nutzungsentnahme auf 50 % der Gesamtaufwendungen für das Kfz zu begrenzen. Damit wird die Revision gegen das Urteil des FG München (Az. 6 K 2338/11) als unbegründet zurückgewiesen.

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