Umweltbonus für Elektrofahrzeuge bis 2025 verlängert

Elektromobilität | Förderung | Elektrofahrzeuge

Am 11.02.2020 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in einer Pressemitteilung verkündet, dass der Umweltbonus (Richtlinie zur Förderung der Elektromobilität) über 2020 hinaus verlängert wird.

Am 18.02.2020 wurde die Richtlinie verkündet, die ab dem 19.02.2020 gelten wird.


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Hintergrund

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mithilfe des Förderprogramms Elektromobilität (Umweltbonus) den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern, gerade weil der Umstieg aufs Elektrofahrzeug ins Geld geht. Die Maßnahmen sollen die schnelle Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge im Markt unterstützen. Damit lässt sich ein nennenswerter Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Luft bei gleichzeitiger Stärkung der Nachfrage nach umweltschonenden Elektrofahrzeugen leisten.

Des Weiteren sollen die speziell von Elektrofahrzeugen ausgehenden Gefahren für Verkehrsteilnehmer, die auf akustische Signale angewiesen sind, durch die Unterstützung des Einbaus von akustischen Warnsystem (AVAS) kompensiert werden.

Die bisherige Kaufprämie, die bis Ende Dezember 2020 verlängert worden ist, erfolgte bis zur vollständigen Auszahlung der hierfür vorgesehenen Bundesmittel i. H. v. 600 Mio. Euro. Die Kaufprämie wurde i. H. v. 4.000 Euro für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und i. H. v. 3.000 Euro für Plug-in-Hybride jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Darunter fallen sowohl Kauf- als auch Leasingverträge.

Zuständig für die Bewilligung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). In der Regel füllen die Autohändler die nötigen Formulare für die Kunden – förderberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine – aus.

Hinweis: Wenn Unternehmen bereits einen Antrag gestellt haben, erhalten sie laut BAFA in Kürze auch Informationen darüber, ob und wie sie von den erhöhten Fördersätzen profitieren können. Anträge müssen nicht zurückgezogen werden.

Wie funktioniert der (neue) Umweltbonus?

Mit der Erhöhung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge wollen Bundesregierung und Industrie nun sicherstellen, dass die Elektromobilität den Durchbruch auf dem Massenmarkt schafft.

Nachdem die Europäische Kommission keine Einwände gegen eine höhere finanzielle Förderung von Elektrofahrzeugen in Deutschland hat, wird der Umweltbonus für Elektrofahrzeuge (rein elektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) erhöht, die nach dem 04.11.2019 zugelassen worden sind, und bis 31.12.2025 verlängert.

Hinweis: Den Umweltbonus wird nur bewilligt, wenn der Wagen auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des BAFA steht.

Was hat sich geändert?

  • Bei allen Elektroautos, die gefördert werden sollen, muss der Nettolistenpreis unter 65.000 Euro (bisher 60.000 Euro) liegen. Fahrzeuge, die teurer sind, müssen also auf die Förderung verzichten.
  • Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro: Erhöhung der Förderung um 50 % (von maximal 4.000 auf 6.000 Euro)
  • Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro: Erhöhung der Förderung um 25 % (auf maximal 5.000 Euro)
  • Die Autoindustrie wird sich weiterhin zur Hälfte am Umweltbonus beteiligen.

Nachtrag (18.02.2020): Die angepasste Förderrichtlinie wurde am 18.02.2020 im Bundesanzeiger verkündet. Sie tritt am 19.02.2020 in Kraft und wird am 31.12.2025 außer Kraft treten.

Quellen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/umweltbonus-1692646 | https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/kaufen/foerderung-elektroautos/ | https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html (jeweils zuletzt aufgerufen am: 14.02.2020) | Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) vom 13.02.2020 (BAnz AT 18.02.2020 B2) | „Das aktuelle Reisekosten- und Bewirtungsrecht“ (hg. von Daniela Karbe-Geßler)

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