Fahrtenbuchauflage für 12 Monate bei Geschwindigkeitsüberschreitung rechtmäßig

Fahrtenbuch | Dienstwagen | Urteil
Fahrtenbuch für AutoWurde mit einem Firmenfahrzeug die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn um 41 km/h überschritten und wirkt der Halter bei der Ermittlung des Fahrers nicht ausreichend mit, kann ihm für die Dauer von 12 Monaten eine Fahrtenbuchauflage auferlegt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Neustadt am 22.01.2015 in einem Eilverfahren entschieden. Weiterlesen

Geldwerter Vorteil aus der Überlassung eines Dienstwagens zur privaten Nutzung

Geldwerter Vorteil | Privatnutzung eines Dienstwagens | VI R 39/13 | Norma Ebeling-Kapitz

key and newspaperÜberlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt einen Firmenwagen zur privaten Nutzung, führt dies stets zu einem Lohnzufluss in Form eines steuerbaren Nutzungsvorteils. Dies gilt unabhängig davon, ob und in welchem Umfang der Arbeitnehmer den Firmenwagen privat nutzt. Schon die eingeräumte Möglichkeit der Nutzung genügt, um einen steuerbaren Nutzungsvorteil zu begründen. Der Vorteil ist entweder mit der Fahrtenbuchmethode oder mit der 1%-Regelung zu erfassen.

Mit Urteil vom 06.02.2014 (VI R 39/13) hat der BFH nun entschieden, dass bereits ein geldwerter Vorteil auch dann anzusetzen ist, wenn der Arbeitnehmer von der eingeräumten Möglichkeit der privaten Nutzung eines Dienstwagens überhaupt keinen Gebrauch macht. Weiterlesen

So optimieren Sie den Sachbezug bei der Firmenwagengestellung!

Dienstwagen | Versteuerung geldwerter Vorteil | Norma Ebeling-Kapitz

Auto & GeldDurch die Neuregelungen für das Reisekostenrecht ergeben sich durchaus Gestaltungsmöglichkeiten für den Arbeitgeber, die dazu führen, die Steuerbelastung für ihn und für den Arbeitnehmer zu mindern.

Im Folgenden wird anhand eines Beispiels dargestellt, wie sich die Festlegung einer ersten Tätigkeitsstätte durch den Arbeitgeber auf die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei einer Firmenwagengestellung auswirkt. Weiterlesen

Kostenbeteiligungen für einen Dienstwagen

Dienstwagen | 1%-Regelung | Fahrtenbuch | Norma Ebeling-Kapitz
Dienstwagen

Kostenbeteiligungen von Arbeitnehmern für einen Dienstwagen müssen richtig vereinbart werden um steuerlich anerkannt zu werden.

Wenn ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen bekommt und diesen auch privat nutzen darf, muss er den privaten Nutzungsvorteil versteuern. Der Wert des privaten Nutzungsvorteils ist dabei grundsätzlich für jeden Kalendermonat mit 1 Prozent des inländischen Bruttolistenneupreises im Zeitpunkt der Erstzulassung des Fahrzeugs zu ermitteln (sog. 1%-Regelung). Weiterlesen

1%-Regelung auf Grundlage des Bruttolistenneupreises verfassungsrechtlich unbedenklich

Dienstwagen | Fahrtenbuch | 1%-Regelung

DienstwagenUrteil vom 13.12.12 VI R 51/11

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 13. Dezember 2012 VI R 51/11 erneut bekräftigt, dass verfassungsrechtliche Bedenken gegen die 1%-Regelung nicht bestehen.

Zum Arbeitslohn gehören auch die Vorteile aus der Überlassung eines Dienstwagens, soweit ihn der Arbeitnehmer privat nutzen kann. Zu bewerten ist dieser Vorteil entweder mit den durch die private Nutzung verursachten Kosten des Fahrzeugs (Fahrtenbuchmethode) oder, wenn ein Fahrtenbuch nicht geführt wird, mit 1% des Bruttolistenneupreises (sog. 1%-Regelung). Weiterlesen

Dienstfahrrad – Gleichstellung mit dem Dienstwagen

Dienstwagen | 1 %-Regelung | Norma Ebeling-Kapitz

DienstfahrradDie Finanzämter sind angewiesen, rückwirkend für das Jahr 2012 Dienstfahrräder steuerlich mit einem Dienstwagen gleich zu stellen. Damit kann der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern nun – genauso wie bisher bei einem Firmenwagen – ein Dienstfahrrad auf Firmenkosten, auch zur privaten Nutzung, zur Verfügung stellen.

Dabei ist für die private Nutzung ebenfalls die Versteuerung nach der 1 %-Regelung vorgesehen. D. h. vom Listenneupreis des Fahrrades ist pro Monat 1% als geldwerter Vorteil durch den Arbeitnehmer zu versteuern. Eine Versteuerung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte des Arbeitnehmers entfällt jedoch.

Die Maßnahme erfolgt aus umweltpolitischen Gründen und ist zumindest in den Großstädten sicherlich eine Überlegung wert. Da für ein hochwertiges Fahrrad schnell Anschaffungskosten von bis zu 2.000,00 Euro oder für ein Elektro-Bike bei einem Spitzenmodell auch bis zu 6.000,00 Euro zusammenkommen können, ist die Neuregelung auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Der Arbeitnehmer und sein Firmenwagen

Praxisbeispiel | Dienstwagen | Reisekosten | Norma Ebeling-Kapitz

DienstwagenWie Zuzahlungen zu einem auch privat genutzten Dienstwagen zu behandeln sind

In der Praxis taucht häufig die Frage auf, wie Zuzahlungen des Arbeitnehmers, zu einem von ihm auch privat genutzten Dienstwagen, steuerlich zu behandeln sind. Hierbei ist zunächst wichtig, dass genau unterschieden wird, ob es sich um eine echte Zuzahlung des Arbeitnehmers zu den laufenden Kosten für das Fahrzeug handelt oder ob vielmehr eine Kostenübernahme des Arbeitnehmers vorliegt. Eine echte Zuzahlung kann sowohl in Form einer Einmalzahlung auf die Anschaffung des Fahrzeugs, z. B. für eine höherwertige Ausstattung erfolgen, es können aber auch laufende Zuzahlungen, entweder pauschal oder als Kilometerpauschale erfolgen. Diese Formen der Zuzahlungen zu den laufenden monatlichen Kosten oder zu der Anschaffung des Fahrzeugs sind stets von dem für den Arbeitnehmer zu versteuernden geldwerten Vorteil abzuziehen und mindern diesen damit. Sofern eine größere Einmalzahlung als Zuzahlung erfolgt ist, kann diese auch in den Folgejahren von den monatlichen zu versteuernden Nutzungsbeträge abgezogen werden, bis der geleistete Betrag verbraucht ist. Laufende monatliche Zuzahlungen mindern dagegen monatlich den zu versteuernden Vorteil für die Nutzung. Ebenso verhält es sich mit der Übernahme einer bestimmten Kilometerpauschale, z. B. einer laufenden Kostenbeteiligung in Höhe von 0,10 Euro je privatgefahrenem Kilometer. Weiterlesen

Vergünstigung für Elektrofahrzeuge als Dienstwagen

Referentenentwurf | Jahressteuergesetz 2013 | Firmenwagen | Reisekosten | Christian Ziesel

Elektrofahrzeuge als Dienstwagen

Die Bewertung der geldwerten Vorteile aus der privaten Kfz-Nutzung nach der sogenannten 1-%-Regelung benachteiligt Elektrofahrzeuge, weil sie derzeit besonders teuer sind. Aus diesem Grund soll nach dem neuesten Gesetzesentwurf der Bruttolistenneupreis als Bemessungsgrundlage um die in diesem enthaltene Sonderausstattung für den Akkumulator (Batterie) gemindert werden. Dies soll auch für die Ermittlung des geldwerten Vorteils aus der Überlassung eines betrieblichen Kfz für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gelten (0,03-%-Regelung). Bei der Fahrtenbuchmethode ist ein zusätzlich gezahltes Entgelt für den Akkumulator von den Gesamtkosten abzuziehen und die Abschreibung entsprechend zu mindern. Die Regelung soll ab 2013 gelten und auch für Elektro-Kfz Anwendung finden, die bereits im Betriebsvermögen vorhanden sind.
Dies hat das Bundesfinanzministerium Anfang März als Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2013 veröffentlicht.