Mahlzeitenüberlassung, z. B. bei regelmäßigen Meetings etc.

Mahlzeitengestellung | Regelmäßige Arbeitssitzungen | Arbeitsessen

Discussing of Work at Lunch

Bei Mahlzeiten, die anlässlich von regelmäßig wiederkehrenden Arbeitssitzungen, Projektgruppen, Besprechungen, Meetings etc. eingenommen werden, liegt ein geldwerter Vorteil vor, der mit den tatsächlichen Werten versteuert werden muss.

Praxisbeispiel

Die Unternehmensleitung veranstaltet monatlich ein Treffen aller Geschäftsführer aus den Zweigwerken am Stammsitz der Firma. Dabei werden regelmäßig während des Mittagessens in einem Lokal weitere Tagungsordnungspunkte besprochen.

Trotz des beruflichen Charakters des Essens liegt kein steuerliches „Arbeitsessen“ vor; die Besprechung während der Mittagspause gilt nicht als außergewöhnlicher Arbeitseinsatz und fand nicht im Betrieb statt. Übernimmt der Arbeitgeber die Bewirtungskosten, muss jeder Geschäftsführer (Arbeitnehmer) den tatsächlichen, anteiligen Preis als geldwerten Vorteil versteuern (BFH-Urteil vom 04.08.1995, BStBl. II 1995 S. 59).

Tipp für die Praxis:
Rechnung auf die Firma ausstellen lassen, um eventuell nur den Sachbezug versteuern zu müssen! (LStR 2011)
Änderung 2014: Der gleiche Tipp für die Praxis
Hier muss seit 2014 für die Arbeitnehmer, die sich auf einer Auswärtstätigkeit befinden, entweder die Verpflegungspauschale gekürzt werden oder (falls keine Verpflegungsmehraufwendungen gezahlt werden) der Arbeitgeber kann für diese Arbeitnehmer die Mahlzeit mit 25 % pauschal versteuern.

Quelle: Skript zum Seminar „Das aktuelle Reisekosten- und Bewirtungsrecht 2014“ von Christian Ziesel, Forum Fachseminare / FORUM VERLAG HERKERT GmbH, Merching 2014.

 

Schreibe einen Kommentar