Kommen steuerliche Vorteile für die Arbeit im Homeoffice?

häuslicher Arbeitsplatz | Homeoffice | Werbungskosten

Mit der Corona-Pandemie wurden in vielen Unternehmen Tätigkeiten soweit möglich ins Homeoffice verlegt. Damit entsteht bei vielen Arbeitnehmern aber auch die Frage nach der Erstattung der daraus entstehenden Kosten.

Mit einer gemeinsamen Initiative von Hessen und Bayern soll es steuerliche Vorteile für die Arbeit von zu Hause aus geben.

Wie soll Homeoffice steuerlich attraktiv(er) werden?

In der Pressemitteilung vom 20.09.2020 legten die beiden Finanzminister von Hessen und Bayern ihre Pläne dar. Danach sollen die bereits bestehenden Abzugsmöglichkeiten für die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer mit einer sog. Einfachvariante ergänzt werden, sodass auch diejenigen, die keine Möglichkeit haben, ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten, steuerliche Vorteile erhalten.


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Hintergrund

Zwar erspart ein Arbeiten von zu Hause aus Fahrtkosten und -zeit. Doch die zusätzlichen Kosten, die im Homeoffice entstehen, lassen sich nach den aktuellen steuerlichen Regelungen u. U. nicht abziehen, wenn gewisse Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Durch die Initiative sollen diese Zusatzkosten als Werbungskosten bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden können, und zwar in Form eines Pauschalbetrags von 5 Euro je vollem Tag im Homeoffice (max. 600 Euro im Jahr).

Besondere Voraussetzungen für den Arbeitsplatz in der Wohnung seien damit nicht verknüpft. Es ist also egal, ob man im abgetrennten Büro oder am Küchentisch arbeitet. Laut den beiden Finanzministern Michael Boddenberg und Albert Füracker hätten Arbeitnehmer, die grundsätzlich sowohl die Voraussetzungen für die neue Pauschale als auch für den aktuell geltenden Abzug für ein Arbeitszimmer erfüllen, damit ein Wahlrecht. Die neue Regelung würde nicht nur den Bürgern helfen, sondern auch die Finanzämter entlasten – und gleichzeitig die aktuellen Konflikte in Sachen Aufwendungen des häuslichen Arbeitszimmers reduzieren.

Quelle: Finanzministerium Hessen, Pressemitteilung vom 20.09.2020

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