Jubiläen im Betrieb

Betriebliche Veranstaltung | betriebliche Veranlassung | Claudia Auernhammer

Jubiläen im BetriebIn den Seminaren wird immer wieder die Frage nach Jubiläumsveranstaltungen im Betrieb gestellt. Ich unterscheide daher zwischen Jubiläen oder Ehrungen eines einzelnen Arbeitnehmers oder einem Firmenjubiläum.

Ist der einzelne Mitarbeiter Anlass zur Veranstaltung im Betrieb, da er Geburtstag hat oder seine Betriebszugehörigkeit gefeiert wird, müssen die gesamten Umstände der Veranstaltung gewürdigt werden. Es kann sein, dass es sich in der Entscheidung um ein privates Fest des Mitarbeiters handelt, aber auch, dass die betrieblichen Interessen so weit im Vordergrund stehen, dass eine betriebliche Veranstaltung vorliegt.

Eine betriebliche Veranstaltung liegt dann vor, wenn das Fest vom Arbeitgeber geprägt wird. Lädt der Arbeitgeber die Gäste unter den Gesichtspunkten der betrieblichen Notwendigkeit oder Funktionen ein, bestimmt der Arbeitgeber den Rahmen und die Verpflegung ist im Regelfall von einem betrieblich veranlassten Fest auszugehen. Ein lohnsteuerlicher Vorteil des Arbeitnehmers ist daher nicht zu unterstellen.

Ein privater Charakter ist dann anzunehmen, wenn die privaten Interessen des Jubilars im Vordergrund stehen. Das ist dann der Fall, wenn vorwiegend private Freunde und Kontakte eingeladen sind. Findet aber die Veranstaltung in den Räumen des Arbeitgebers statt, so ist eher von einer betrieblichen Veranstaltung auszugehen. Dies ist aber nicht zwingend notwendig.

Außer dem einzenen Jubilar kann aber die Firma selbst ein Jubiläum feiern, z. B. das 25-jährige Bestehen. Auch im Falle des Firmenjubiläums muss man die Veranstaltung differenziert betrachten. Handelt es sich um eine Feierlichkeit, wie sie im gesellschafltichen Rahmen für Geschäftspartner oder Vertreter des öffentlichen Lebens üblich ist, dann ist eine Betriebsveranstaltung zu bejahen. Die Teilnahme der Arbeitnehmer an einer solchen Feierlichkeit ist im Regelfall als im überwiegenden betrieblichen Interesse zu beurteilen. Ein Arbeitslohn fällt dann nicht an.

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