Großbuchstabe M auf der Lohnsteuerbescheinigung 2016

Aufzeichnungspflicht | Verpflegung | Lohnsteuerbescheinigung

LohnsteuerbescheinigungAuf Bund-/Länderebene wurde beschlossen, die Übergangsregelung für den Großbuchstaben „M“ (vgl. ergänztes BMF-Schreiben zur Reisekostenreform vom 24.10.2014, Rz. 92) nun um zwei Jahre zu verlängern, um weiterhin zu kennzeichnen, ob ein Arbeitnehmer eine unentgeltliche Mahlzeit vom Arbeitgeber erhalten hat.

Danach gilt nun bis zum 31.12.2017, dass „M“ grundsätzlich im Lohnkonto und auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung einzutragen ist, wenn dem Arbeitnehmer anlässlich oder während einer beruflichen Auswärtstätigkeit oder im Rahmen einer beruflichen doppelten Haushaltsführung vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten eine Mahlzeit, die nach § 8 Abs. 2 Satz 8 EStG mit dem amtlichen Sachbezugswert zu bewerten ist, zur Verfügung gestellt wurde.

Die Aufzeichnungs- und Bescheinigungspflicht gilt unabhängig von der Anzahl der Mahlzeitengestellungen an den Beschäftigten im Kalenderjahr. Außerdem ist die Eintragung unabhängig davon, ob die Besteuerung der Mahlzeit nach § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG unterbleibt, der Arbeitgeber die Mahlzeit individuell oder nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1a EStG pauschal besteuert hat.

Wenn das Betriebsstätten-Finanzamt auf Antrag des Arbeitgebers für steuerfreie Reisekostenvergütungen bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat, gilt diese Aufzeichnungserleichterung bis zum 31.12.2015 auch für „M“.

Aus Vereinfachungsgründen gilt eine stillschweigende Zustimmung des Finanzamts zu den Aufzeichnungserleichterungen im Lohnkonto (§ 4 Abs. 3 LStDV) für Reisekostenersatz als erteilt, wenn diese steuerfreien Lohnteile bereits vor 2004 außerhalb des Lohnkontos aufgezeichnet wurden und dies (z. B. bei einer LAP) nicht beanstandet wurde.

Quelle und weitere Informationen: BMF-Schreiben vom 30.07.2015 – IV C 5 – S 2378/15/10001 bzw. Fach-Info der Finanzbehörde Hamburg 8/2015 vom 29.10.2015 (Az.: S 2353 – 2012/014 – 52)

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