Fallbeispiele zur Abrechnung betrieblicher Weihnachtsfeiern

Praxisbeispiel | Betriebsveranstaltung | Claudia Auernhammer

Weihnachtsfeier

Beispiel 1

Ein Arbeitgeber veranstaltet in den eigenen Räumen eine Weihnachtsfeier. Essen und Getränke bringt ein Cateringunternehmen zum Betrag von 55 Euro pro Person. Im Rahmen der Weihnachtsfeier treten ein Weihnachtsmann und sein Begleiter Knecht Ruprecht auf. Die Gage der beiden beträgt 350 Euro. Teilgenommen haben 20 Mitarbeiter.

Hier ist eine Betriebsveranstaltung zu bejahen. Die Freigrenze von 110 Euro je
Teilnehmer wird nicht überschritten. Damit liegt auch kein lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

Beispiel 2

Die 35 Arbeitnehmer der Schreinerei Hobel werden zur Weihnachtsfeier ins Gasthaus gegenüber der Schreinerei eingeladen. Essen und Getränke sind an diesem Abend für die Mitarbeiter kostenlos. Daneben erhält jeder Anwesende vom Chef eine Flasche Champagner. Die Rechnung an den Arbeitgeber beträgt inklusive der Umsatzsteuer 1.500 Euro. Für die Flasche Champagner bezahlt der Chef im Einkauf 5,99 Euro je Flasche.

Auch hier handelt es sich um eine übliche Betriebsveranstaltung, da grundsätzlich alle Mitarbeiter daran teilnehmen können. Die Betriebsveranstaltung ist von der Häufigkeit üblich, da keine weiteren Veranstaltungen während des Jahres stattfanden. Die im Rahmen der Feier überreichte Flasche Champagner ist den Aufwendungen für die Betriebsveranstaltung hinzuzurechnen, da der Wert des Geschenkes 40 Euro nicht übersteigt. Insgesamt sind die Aufwendungen für Speisen und Getränke sowie für die Sektflaschen somit üblich. Die Betriebsveranstaltung übersteigt im Wert nicht 110 Euro je Arbeitnehmer. Damit liegt auch hier kein lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

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