Auslandspauschalen für 2019 sind veröffentlicht

Länderpauschalen | Auslandsreisen | Verpflegung und Übernachtung

Am 03.12.2018 hat das BMF die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungen für beruflich und betrieblich veranlasste Auslandsdienstreisen für 2019 veröffentlicht. Dabei wurden die Pauschalen u. a. für Indien, aber auch für Italien, Spanien oder Polen angepasst. Zusätzlich gibt es Änderungen für die Philippinen und für einige Staaten der Karibik wie Antigua und Barbuda oder Dominica.

Die vollständige Übersicht mit den Pauschbeträgen, die zum 01.01.2019 in Kraft treten, finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Hintergrund

Bei eintägigen Reisen, die ins Ausland führen, ist nach wie vor der entsprechende Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsorts im Ausland maßgebend. Bei mehrtägigen Dienstreisen in verschiedene Staaten ist bei der Ermittlung der Verpflegungspauschalen am An- und Abreisetag sowie an den Zwischentagen (Tage mit 24 Std. Abwesenheit) bzgl. § 9 Abs. 4a Satz 5 Halbsatz 2 EStG Folgendes zu beachten:

  • Anreise vom Inland ins Ausland oder vom Ausland ins Inland – jeweils ohne Tätigwerden: Es ist der Pauschbetrag des Ortes maßgebend, der vor 24:00 Uhr Ortszeit erreicht wird.
  • Abreise vom Ausland ins Inland oder vom Inland ins Ausland: Es ist der Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes maßgebend.
  • Für die Zwischentage ist i. d. R. der Pauschbetrag des Ortes maßgebend, den der Reisende vor 24:00 Uhr Ortszeit erreicht.

Wenn sich am Rückreisetag eine weitere Auswärtstätigkeit anschließt

Schließt sich an den Tag der Rückreise von einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit zur Wohnung bzw. zur ersten Tätigkeitsstätte eine weitere ein- oder mehrtägige Auswärtstätigkeit an, kann für diesen Tag lediglich die höhere Verpflegungspauschale  berücksichtigt werden.

Kürzung der Verpflegungspauschale

Bei Mahlzeiten, die durch den Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung durch einen Dritten gestellt werden, ist die Kürzung der Verpflegungspauschale i. S. d. § 9 Abs. 4a Satz 8 ff. EStG tagesbezogen vorzunehmen; also von der Verpflegungspauschalen für eine 24-stündige Abwesenheit, die für den jeweiligen Reisetag maßgebend ist (vgl. § 9 Abs. 4a Satz 5 EStG) – unabhängig davon, in welchem Land die jeweilige Mahlzeit zur Verfügung gestellt wurde.

Praxisbeispiel:

Ingenieur I kehrt am Dienstag von einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit in Straßburg zu seiner Wohnung zurück. Mit frischer Kleidung und den benötigten Unterlagen reist er zu einer weiteren mehrtägigen Auswärtstätigkeit nach Kopenhagen weiter, das er um 23:00 Uhr erreicht. Die Übernachtungen samt Frühstück wurden vom Arbeitgeber im Voraus gebucht und bezahlt.

Lösung:

Für Dienstag ist nur die höhere Verpflegungspauschale von 39 Euro (Rückreisetag von Straßburg: 34 Euro, Anreisetag nach Kopenhagen: 39 Euro) anzusetzen. Aufgrund der Frühstücksgestellung im Rahmen der Übernachtung in Straßburg ist die Verpflegungspauschale um 11,60 Euro (20 % der Verpflegungspauschale für Kopenhagen für einen vollen Kalendertag: 58 Euro) auf 27,40 Euro zu kürzen.

Hinweis: Diesmal weist das BMF-Schreiben Anpassungen für die Philippinen auf, deren festgesetzte Beiträge auch für Mikronesien gelten. Für Trinidad und Tobago gelten ebenfalls für die zu dessen Amtsbezirk gehörenden Staaten Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, Guyana, St. Kitts und Nevis St. Lucia, St. Vincent und Grenadinen sowie Suriname. Im BMF-Schreiben werden die Länder Mikronesien, Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, Guyana, St. Kitts und Nevis St. Lucia, St. Vincent und Grenadinen, Suriname mit den entsprechenden Werten aus Vereinfachungsgründen weiterhin in der Übersicht aufgeführt.

Quelle und Übersicht der Auslandspauschalen: BMF-Schreiben vom 28.11.2018 – IV C 5 – S 2353/08/10006:009

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