450 € Grenze für geringfügige Beschäftigungen und Reisekosten

Reisekosten | geringfügig Beschäftigte | Claudia Auernhammer

Nebenjob Minijob bis 450 €Zum Jahreswechsel 2012 / 2013 wurde die Grenze für geringfügig Beschäftigte von bisher 400 € auf 450 € angehoben.
In der Praxis kommt es zu Fällen, dass der Mitarbeiter tatsächlich Arbeitslohn in dieser Höhe erhält. Die Möglichkeit der geringfügigen Beschäftigung wird entgeltlich somit vollständig ausgenützt. Ist es in der Praxis notwendig, dass der Mitarbeiter zusätzlich einen Reisekostenersatz erhält, stellt sich die Frage, ob durch diese Auszahlungen die 450 € Grenze überschritten wird. Wenn es sich um Reisekostenersatz handelt, der lohnsteuerfrei zu beurteilen ist, wird der Betrag nicht zur 450 € Grenze hinzugerechnet. Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung bleibt somit eine versicherungsfreie Beschäftigung in der Sozialversicherung. Würde sich aber herausstellen, dass es sich nicht um Reisekostenerstattungen handelt, da z.B. eine regelmäßige Arbeitsstätte falsch beurteilt wurde, sind die Reisekostenersattungen lohnsteuerpflichtiger Lohn und somit Arbeitsentgelt.

Durch eine solche Fehlbeurteilung kann es dazu kommen, dass eine geringfügige Beschäftigung wegen der Höhe des Arbeitsentgeltes verneint wird. Als Folge ergäbe sich dann ein reguläres Beschäftigungsverhältnis mit der Beitragspflicht zu den Zweigen der Sozialversicherung.

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