Susanne Weber

Solche und zahlreiche weitere Fragen aus dem Alltag der Reisekostenabrechnung beantwortet die Referentin Susanne Weber auf dem Seminar Das aktuelle Reisekosten- und Bewirtungsrecht 2018 am 24.04.2018 in München klar.

Susanne Weber ist Partnerin der WTS Steuerberatungsgesellschaft mbH und überzeugt die Teilnehmerinnen mit ihrem großen Fachwissen und Erfahrungsschatz aus Beratung und Prüfung.

Abbildung 1: Susanne Weber

 

Hier auszugsweise einige Themen, bei denen sich intensive Diskussionen unter den Teilnehmerinnen entwickeln:

»Gilt die Anreisezeit bereits als Arbeitszeit? « 

Diese arbeitsrechtliche Fragestellung ist dann zu bejahen, wenn der Mitarbeiter selbst aktiv wird, d.h. bspw. Fahrer eines PKWs ist. Sitzt er dagegen auf dem Beifahrersitz oder im Zug, dann gilt die Anreisezeit nicht als Arbeitszeit.

»Sind auf Geschäftsreisen gesammelte Bonuspunkte zu versteuern?«
Werden Bonuspunkte im Rahmen einer Dienstreise gesammelt (z.B. bei Flügen, Bahnfahrten, Hotels oder Mietwagenunternehmen), muss der Mitarbeiter diese Punkte grundsätzlich dem Unternehmen zu Gute kommen lassen. Verwendet er sie dagegen für eine Urlaubsreise, so liegt nach Auffassung der Finanzverwaltung grundsätzlich Arbeitslohn vor der zu versteuern ist. Wobei gilt:

  1. Privat verwendete Sachprämien sind bis zu einem Höchstbetrag von 1.080 € pro Empfänger und Kalenderjahr steuerfrei.
  2. Als Zufluss gilt erst der Zeitpunkt der tatsächlichen Inanspruchnahme der Bonuspunkte und nicht bereits der der Gutschrift von Bonuspunkten auf dem Prämienkonto.
  3. Der Mitarbeiter muss den Wert der privat verwendeten Bonuspunkte dem Arbeitgeber angeben, damit dieser die Versteuerung vornehmen kann.

Allerdings ist folgende Besonderheit zu beachten:
Der Anbieter des Prämienprogramms kann den Wert der Sachprämien auch pauschal versteuern (§ 37a EStG, Steuersatz 2,25%), so etwa geregelt bei Lufthansa oder Payback (nicht dagegen bei der DB!). In diesen Fällen ist die Versteuerung für den Mitarbeiter bereits abgegolten, eine Meldung an den Arbeitgeber ist dann nicht erforderlich.

»Macht die Butter auf der Breze aus einer „Annehmlichkeit“ ein zu versteuerndes Frühstück?«
Annehmlichkeiten wie Kaffee, Softgetränke und Obst zum Verzehr im Betrieb können grundsätzlich als Betriebsausgabe verbucht werden und gelten nicht als zu versteuernder Arbeitslohn.

Aktuell ist folgende Fragestellung zur steuerlichen Behandlung von Bewirtungskosten beim BFH anhängig:
Ist das tägliche Zurverfügungstellen von Brötchen (z. B. Laugenbrötchen, Käsebrötchen, Rosinenbrötchen, etc.) ohne Belag (also ohne Butter, Marmelade, …) und Heißgetränken (bspw. Kaffee aus dem Automaten) als Frühstück anzusehen? Und deshalb mit dem amtlichen Sachbezugswert zu bewerten?

Diesem Verfahren geht folgende Entscheidung des FG Münster voraus: Kaffee und Brötchen getrennt sind jeweils eine Annehmlichkeit. Wird es zusammen gewährt und hat das Brötchen einen Belag, ist ein geldwerter Vorteil gegeben, der nur im Rahmen der 44 € - Sachbezugsfreigrenze steuerfrei ist.
Die Entscheidung des BFH wird mit Spannung erwartet (R 19.6 Abs. 2 Satz 1 LStR, FG Münster, Urteil vom 31.05.2017, Az. 11 K 4108/14, Rev. BFH VI R 36/17).

»Darf die Bahncard auch privat genutzt werden?«
Grundsätzlich gilt: Die private Nutzungsmöglichkeit der BahnCard (BC) ist unbeachtlich, wenn die Aufwendungen für den Erwerb der BC nicht höher sind, als die Ermäßigungen, die durch die Nutzung der BC bei Dienstreisen erzielt werden. Interessant ist, dass die Prüfung der Amortisation bereits anhand einer Prognose zum Zeitpunkt der Beschaffung der BahnCard 25 oder 50/BahnCard Business 25 oder 50 erfolgen kann: durch Gegenüberstellung der ermittelbaren eingefahrenen Ermäßigungen auf Dienstreisen mit den Aufwendungen für die BC. Wichtig ist zudem, dass eine Nachversteuerung entfällt, wenn die prognostizierte Vollamortisation aus unvorhersehbaren Gründen nicht eintritt (z.B. bei langfristiger Krankheit oder bei nicht vorhersehbarem Wechsel des Arbeitnehmers in ein anderes Tätigkeitsgebiet).

Am Ende eines langen Seminartages - mit einem üppigen Mittagsbuffet und leckeren Snacks in den Kaffeepausen - gehen die Teilnehmerinnen mit ausführlichen Antworten und vielen Praxistipps zufrieden nach Hause. Im Gepäck haben sie zudem ein umfassendes Skript, das ihnen auch als Nachschlagewerk dient und zudem digital unter meine.akademie-herkert.de zum Download zur Verfügung steht.

Merching, den 30.04.2018
Marion Schlech, Leitung Präsenzlernen, AKADEMIE HERKERT

 

 

Wer in seinem Unternehmen mit der Überlassung von Arbeitnehmern in Berührung kommt, hat es schon gehört: Die Bundesagentur für Arbeit kontrolliert bereits seit einigen Monaten sehr gewissenhaft die Einhaltung der neuen Regelungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) und scheut selbst bei kleinen Flüchtigkeitsfehlern nicht davor zurück, empfindliche Bußgelder zu verhängen.

Abbildung 1: Christoph Hauptvogel

Jan Morgenstern

Mit dieser Warnung eröffnet Herr Hauptvogel am Morgen des 02.05.2018 in München das Seminar „Arbeitnehmerüberlassung 2018. Die 14 Seminarteilnehmer an diesem Tag kommen aus Unternehmen verschiedener Branchen, die alle schon mit Arbeitnehmerüberlassung zu tun haben, sei es als Entleiher, als Verleiher, oder in beiden Rollen gleichzeitig. Gerade bei den Feinheiten der Gestaltung haben sie viele Fragen, denn hier ist oft nicht ganz klar, wie genau das Gesetz zu lesen ist.

 

 

 

 

news arbeitnehmerueberlassung

Abbildung 2: Die Grundstruktur der Arbeitnehmerüberlassung

Aller Anfang ist schwer
Seit dem 01.04.2017 ist das neue AÜG bereits in Kraft. Während die ersten hier festgeschriebenen Fristen inzwischen bereits abgelaufen sind, ist es bis zum erstmaligen Erreichen der 18-monatigen Höchstüberlassungsdauert noch knapp fünf Monate hin. Vieles läuft gerade erst an.

Im neuen Gesetz wurde vieles eingeschränkt und verschärft, was früher möglich bzw. nicht genau festgelegt war. Um zu überprüfen, dass die strengeren Regelungen auch zuverlässig umgesetzt werden, werden zurzeit die Kontrollen verschärft. Neu ist, dass neben den Behörden der Zollverwaltung nun auch der Bundesagentur für Arbeit Prüfungsbefugnisse zufallen. Hier wird scharf durchgegriffen und eine kleine Ordnungswidrigkeit wie ein Irrtum im Datum um einen Tag auch mal direkt mit Bußgeld geahndet.

Problematisch für die rechtssichere Gestaltung der Arbeitnehmerüberlassung ist, dass es – wie immer bei neuen Gesetzen – von den obersten Gerichten noch keine rechtskräftigen Urteile gibt, an denen sich Unternehmen bei der Ausgestaltung orientieren können. Die ersten werden erst in ca. drei Jahren erwartet. Bis dahin steht für viele Gesetzesstellen nicht eindeutig fest, wie genau sie in der Praxis auszulegen sind. Hier empfiehlt Herr Hauptvogel, sich jeweils an der strengstmöglichen Auslegung zu orientieren: So ist man rechtlich auch dann noch auf der sicheren Seite, wenn die Rechtsprechung anders entscheiden sollte.

Der Teufel steckt im Detail
Eine Quelle für Formfehler sind die diversen Fristen, die das AÜG festsetzt. § 1 Abs. 1 b AÜG setzt die Überlassungshöchstdauer, sofern kein abweichender Tarifvertrag vorliegt, auf 18 aufeinanderfolgende Monate fest. Vorherige Überlassungen werden voll auf diese Dauer angerechnet, vorausgesetzt, zwischen den Einsätzen liegen nicht mehr als drei Monate. Während solcher Unterbrechungen pausiert die Uhr aber. Für die Praxis ergeben sich zwei entscheidende Fragen, die das Gesetz offen lässt:

  • Was genau gilt als eine Unterbrechung?
    Hier scheiden sich momentan noch die Geister: Nach engster Meinung kann nur dann von einer Unterbrechung ausgegangen werden, wenn die Überlassung vereinbarungsgemäß endet. Die weiteste Auslegung dagegen argumentiert, dass eine Arbeitnehmerüberlassung nur dann vorliegt, wenn der Arbeitnehmer auch tatsächlich zur Verfügung steht. Etwaige Krankheitszeiten z.B. würden damit schon nicht mehr zur Überlassungsdauer gezählt werden. Bis eine gerichtliche Entscheidung getroffen wird, sollte man sich hier also entweder an der strengsten Auslegung orientieren oder einer plausiblen Auslegung dazwischen folgen und beispielsweise alle Zeiten berücksichtigen, aus denen sich gesetzliche Entgeltfortzahlungspflichten ergeben.
  • Wie genau werden die Fristen berechnet?
    Das AÜG selbst spezifiziert nicht, welcher Art der Berechnung die Fristen folgen. Dabei ist es für die korrekte Festsetzung der vielen Fristen wichtig, ob bei der Berechnung die tatsächlichen Monate oder, § 191 BGB folgend, Monate à 30 Tage als Grundlage genommen werden. Tatsächlich führt die Bundesagentur für Arbeit in ihren „Fachlichen Weisungen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)“ aus, dass bei mehreren zu berücksichtigenden Überlassungen volle kalendarische Monate als jeweils 1 Monat gezählt werden sollen, bei angefangenen Monaten allerdings der Monat mit 30 Tagen anzusetzen ist. Auch hier empfiehlt Herr Hauptvogel den Teilnehmern, sicherheitshalber mit den kürzeren Fristen zu kalkulieren, solange es noch keine Rechtsprechung zur Thematik gibt.

Herr Hauptvogel führt die Teilnehmer behutsam Schritt für Schritt durch den Gesetzestext, liefert Hintergrundwissen, wägt Interpretationsmöglichkeiten ab, diskutiert die Fragen der Teilnehmer und erweckt den Text mit vielen Praxisbeispielen aus seiner Berufspraxis zum Leben. Trotz der Fülle an Inhalten bleibt der Tag dank seiner unterhaltsamen Art kurzweilig und spannend, und die Teilnehmer verlassen am Ende des Tages das Seminar mit einem soliden Überblick über ihre Gestaltungsmöglichkeiten bei Angelegenheiten der Arbeitnehmerüberlassung.

Merching, 04.05.2018
Elisabeth Fritz, Produktmanagement AKADEMIE HERKERT

Das Bundesarbeitsgericht urteilte am 12.12.2013: Wird einer schwangeren Arbeitnehmerin nach dem Mutterschutzgesetz unrechtmäßig gekündigt, ist diese Kündigung nicht nur unwirksam: Die Betroffene kann darüber hinaus Anspruch auf eine Entschädigung haben, da sie aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert wurde.

Erneut gibt es zahlreiche wichtige Gesetzesänderungen und aktuelle BAG-Entscheidungen, die sich auf die berufliche Ausbildung auswirken.

Qualifizierte Mitarbeiter sind rar. Die aktuelle TNS Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2014", die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter über 300 Personalverantwortlichen durchgeführt wurde, bestätigt diesen Mangel. Mittlere und große Unternehmen sind besonders stark betroffen. In 76 Prozent der mittleren und 82 Prozent der großen Betriebe fehlen nach Angaben der Befragten ausgebildete Fachkräfte.

Jean-Martin Juenger

Das Arbeitsrecht ist immer in Bewegung. Ständig ergeben sich Änderungen und Neuerungen – so auch im Jahr 2018. Datenschutz, Social Media und Befristung sind nur einige der Themen, die in diesem Jahr spannende Veränderungen mit sich bringen. Im Seminar Update: Arbeitsrecht 2018 stellt Jean-Martin Jünger, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Arbeitsrecht sowie Datenschutz, die wichtigsten Neuerungen vor und gibt den zehn Teilnehmern in München Hinweise zur Umsetzung im Unternehmen an die Hand.

Abbildung 1: Jean-Martin Jünger

 

„Datenschutz ist überall“ (Jean-Martin Jünger)
Genau einen Monat vor Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung der EU ist das Thema Datenschutz in aller Munde. Was ist nun aber im Bereich Arbeitsrecht zu tun? Nach wie vor ist folgende Prüfreihenfolge einzuhalten:

  1. Handelt es sich um personenbezogene Daten?
  2. Liegt eine Einwilligung des Betroffenen vor? (§ 4a BDSG)
  3. Sind die Daten erforderlich? (§32 BDSG)

Im Bereich Einwilligung ergibt sich eine Besonderheit: Die DSGVO fordert keine Schriftform der Einwilligung mehr (die Textform ist ausreichend), das BDSG behält die Schriftform allerdings bei. Einwilligungen im Beschäftigungsverhältnis müssen in Deutschland also weiterhin schriftlich erfolgen. Außerdem müssen die bestehenden Einwilligungen aktualisiert und um den Hinweis der Widerrufsmöglichkeiten ergänzt werden. Zudem müssen auch die Betriebsvereinbarungen geprüft und im Hinblick auf den Datenschutz aktualisiert werden.

Social Media – Fallstricke im Zeitalter der Digitalisierung
XING, WhatsApp oder facebook – Mitarbeiter nutzen digitale Medien immer mehr und häufig verschwimmen die Grenzen zwischen privatem und beruflichem Bereich. Der Experte empfiehlt den Unternehmen daher einen Social Media Guide für die Mitarbeiter zu erstellen, in dem sich Richtlinien für den korrekten Umgang mit sozialen Medien befinden. Grundsätzlich gilt, dass den Arbeitgeber nicht angeht, was der Arbeitnehmer privat veröffentlicht – es sei denn der Betriebsablauf wird dadurch gestört, oder der Mitarbeiter verhält sich geschäftsschädigend. In diesen beiden Fällen lägen Gründe für eine Abmahnung vor. Eine aktive, eigenständige Recherche über die Aktivitäten der Mitarbeiter in den sozialen Medien darf nicht erfolgen, bei Hinweisen durch Dritte darf den Anschuldigungen allerdings nachgegangen werden.

Befristung
Nach §14 TzBfG kann eine Befristung mit Grund oder ohne Grund erfolgen. Wird mit Grund befristet, dann kann sooft und solange befristet werden, wie gewünscht. Allerdings muss auch ein entsprechender Grund gem. §14 (1) TzBfG vorliegen. Bei einer Befristung ohne Grund sind vier befristete Verträge in zwei Jahren möglich. Hier ist allerdings zu beachten, dass ein Arbeitnehmer, der zuvor bereits ein Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber hatte, nicht mehr ohne Grund befristet eingestellt werden kann (LAG Niedersachsen, 20.07.2017, 6 Sa 1125/16).

Am Ende eines spannenden Seminartages mit vielen Fallbeispielen und Rollenspielen sind die Teilnehmer wieder up to date, welche Neuigkeiten es 2018 im Bereich Arbeitsrecht gibt. Weitere Informationen zum Seminar und alle Termine sind unter https://www.akademie-herkert.de/themenuebersicht/personal-ausbildung-recht/164-arbeitsrecht zu finden.

Merching, den 27.04.2018
Denise Burba, Produktmanagement AKADEMIE HERKERT

 

enisa romanic neu

Künstliche Intelligenzen, wie man sie eigentlich nur aus Science-Fiction-Romanen kennt, sind bereits heute Realität. Roboter werden in der Produktion seit Jahren eingesetzt. Alexa und Co. haben Einzug in den  privaten Alltag gefunden. Was bedeutet das für die Assistenz? Von Schreibmaschinen haben wir uns schon lange verabschiedet, bald wird das wohl auch vollständig mit dem Arbeiten auf Papier geschehen. Ohne  Internet, Handy und Computer kommt die Assistenz in ihrer täglichen Arbeit nicht mehr zurecht. Und auch künftig wird sich das Arbeiten der Assistentin noch weiter wandeln. Am 17.04.2018 geht Frau Romanic diesem spannenden Thema im Seminar „Assistenz 4.0“ gemeinsam mit den Teilnehmerinnen nach. 

Abbildung 1: Enisa Romanic

 Das Office der Zukunft

Das Office der Zukunft wird noch konsequenter digital, virtuell und international werden. Papierberge und handschriftliche Notizen verschwinden, Meetings werden nicht mehr face to face abgehalten, klassische Arbeits- und Arbeitszeitmodelle laufen aus und die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmen.

Konsequenzen der Digitalisierung

Die kompetente Verwendung digitaler Tools ist deshalb umso wichtiger - und erleichtert gleichzeitig auch die tägliche Arbeit. Eine ganze Reihe solcher Tools stellt Frau Romanic im Seminar anhand praktischer Einblicke vor – Wie kann ich digitale To-do-Listen erstellen (auf die ein ganzes Team zugreifen kann)? Wie kann ich Projekte digital organisieren? Wie kann ich Informationen schnell und in Echtzeit mit anderen teilen und organisieren? Welche nützlichen Apps und Helfer gibt es, um Taxifahrten zu organisieren, Visitenkarten automatisch digital verfügbar zu machen oder gesprochene Texte in Schrifttexte zu überführen? OneNote, Wunderlist, Trello, Scannable oder Dragon Dictation sind nur einige der Tools, die die Referentin den Teilnehmerinnen im Seminar empfiehlt.

Weitere wichtige Schlüsselkompetenzen, die der Assistenz künftig mehr denn je abverlangt werden, sind unter anderem:

  • Soziale Kompetenz: Maschinen und Roboter können unsere Arbeit zwar erleichtern, doch der menschliche Faktor wird auch in Zukunft wichtig bleiben. Mit Feingefühl gegenüber Mitarbeitern und Kunden auftreten, Konflikte bereits frühzeitig erkennen und gezielt darauf reagieren, eine vertrauensvolle Basis mit Ansprechpartnern etablieren und persönliche Netzwerke aufbauen – das muss die Assistenz beherrschen.
  • Interkulturelle Kompetenz: Vor dem Hintergrund einer immer internationaler werdenden Arbeitswelt sind auch Kenntnisse im Umgang mit anderen Kulturkreisen und Ländern wichtig. Wie spreche ich Gesprächspartner richtig an und vermeide es, durch Unwissenheit einen Affront zu riskieren? Was sind die Standards bei der Begrüßung? Welche Kleidung ist angebracht? Wie verhält man sich bei Geschäftsessen angemessen? Alle diese Fragen bekommen mit dem internationalen Arbeiten eine immer größere Relevanz.
  • Informationsmanagement und Organisation: Durch das Arbeiten in virtuellen Teams, die nicht direkt vor Ort zusammenarbeiten, wird das Teilen, Weitergeben und Selektieren von Informationen ebenfalls einen hohen Stellenwert bekommen. Wer braucht welche Informationen (und wer braucht manche Informationen nicht)? Wie kann ich Informationen für alle, die an einem gemeinsamen Projekt arbeiten, verfügbar machen? Wie kann ich mit der Flut an Informationen umgehen, die täglich hereinbricht? Für all diese Fragen ist auch methodische Kompetenz gefragt, denn nur mit dem richtigen Handwerkszeug kann sich die Assistenz so organisieren, dass alle Informationen am richtigen Ort beim richtigen Ansprechpartner landen.

Assistenz 4.0 final  
Abbildung 2: Ein Einblick in das Seminar - Ergebnisse der Gruppenarbeit

Vor dem Hintergrund all dieser Veränderungen ist die Flexibilität der Assistenz eine Grundvoraussetzung, eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine Chance. In der schnellen digitalen Welt, die bereits heute  da ist, liegt es an der Assistenz die Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Mit flexiblen Arbeitszeiten haben aber v.a. auch Frauen die Möglichkeit, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen. Es kommt also eine spannende Zeit auf uns zu.

Veränderungen für die Zukunft

Diese spannenden Zeiten, die bereits heute angefangen haben, sind für viele sicherlich auch beängstigend. Das berichten auch die Assistentinnen im Seminar: Für viele Mitarbeiter und Chefs sind die Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, nur schwer anzunehmen. Die großen Möglichkeiten, die digitales Arbeiten bietet, werden oft als Bedrohung wahrgenommen.

Am Ende des Seminartages waren sich allerdings alle Assistentinnen einig: Für die tollen Vorteile, die die digitale Welt bieten kann, lohnt es sich „ein Terrier zu sein“ (Romanic) und Überzeugungsarbeit im Unternehmen zu leisten. Assistenz 4.0 kann kommen, die Teilnehmerinnen sind bereit!

Merching, den 01.03.2018

Denise Burba, Produktmanagement AKADEMIE HERKERT

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Der Ausbildungsalltag bringt jeden Tag neue Herausforderung mit sich. Auf dem Ausbilder-FORUM 2017 der AKADEMIE HERKERT erhalten Ausbilder deshalb wertvolles Experten-Know-how zu den Rechten und Pflichten der Ausbildung, erfolgreichem Recruiting und der Motivation und Führung von Auszubildenden.

Rechtsanwältin Dr. Carmen Hergenröder bringt die Teilnehmer in einem kompakten Rechtsupdate auf den neuesten Wissensstand. Rechtliche Änderungen ergeben sich u.a. aus der Reform des Mutterschutzgesetzes, das zum 1.1.2018 in Kraft tritt, und den Neuregelungen des Ausbildungsnachweises, der seit März 2017 auch elektronisch geführt werden kann. Spannende Einblicke in die erfolgreiche Führung und Motivation von Auszubildenden sowie in das Young Talent Management bieten weitere Vorträge aus der Praxis für die Praxis. Außerdem zeigt Kommunikationspsychologin Katja Jochim, worin die Hauptursachen für Konflikte, Missverständnisse und Fehlinterpretationen liegen und gibt neurowissenschaftliche Einblicke in Alltagssituationen der betrieblichen Ausbildung.  

Im persönlichen Ambiente können die Teilnehmer den vier Expertinnen ihre individuellen Fragen stellen. Neben praktischen Impulsen und wertvollen Hilfestellungen, bietet die Tagung außerdem Möglichkeit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit anderen Ausbildungsleitern. 

Das Ausbilder-FORUM 2017 ist die ideale Anlaufstelle für Ausbilder und Ausbildungsleiter, um neue Anregungen für den Ausbildungsalltag zu erhalten und damit Nachwuchskräfte erfolgreich durch die Ausbildung zu führen. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Tagung dieses Jahr erstmals an vier Standorten angeboten:  am 08.11.2017 in Berlin, am 14.11.2017 in Frankfurt am Main, am 30.11.2017 in München und am 06.12.2017 in Hannover. Detaillierte Informationen zu Programm und Anmeldung erhalten Interessierte unter www.tagung-ausbilderforum.de.

Auf dem „Ausbilder-FORUM 2016 – Praxiswissen Ausbildungsalltag“ der AKADEMIE HERKERT erhalten Ausbilder praxisnahe Impulse und wertvolle Hilfestellung für den Arbeitsalltag mit Auszubildenden. Neben Fachvorträgen und Diskussionen bietet das Ausbilder-FORUM viel Raum für den Erfahrungsaustausch unter Ausbildungsverantwortlichen.

Schon ab fünf Beschäftigten in einem deutschen Unternehmen dürfen Arbeitnehmer einen Betriebsrat wählen. Doch nicht nur die Mitarbeiter sollten über die Aufgaben und Befugnisse des Betriebsrates Bescheid wissen. Auch für den Arbeitgeber ist es wichtig, seine Rechte und Pflichten zu kennen. Wenn Arbeitgeber falsch oder unzureichend informiert sind, kann das zu unnötigen Zugeständnissen gegenüber dem Betriebsrat führen. Langwierige Auseinandersetzungen sind die Folge und eine effektive Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich.

Fehlerfreie Durchführung der Wahl

Im März 2018 finden die nächsten Betriebsratswahlen statt. Das bedeutet auch für Arbeitgeber, sich rechtzeitig darauf vorzubereiten. Fehler können zu einer anfechtbaren Wahl führen, was zu erhöhtem Arbeits- und Kostenaufwand führt. So ist beispielsweise nicht jeder volljährige Mitarbeiter befugt zu wählen. Wichtig ist hier, dass nur Arbeitnehmer wählen dürfen, die auch vorwiegend für den Betrieb arbeiten. Leiharbeiter, die weniger als drei Monate beschäftigt werden, zählen nicht dazu. Mitarbeiter, die sich als Kandidaten für den Betriebsrat stellen möchten, müssen sogar seit mindestens sechs Monaten im Betrieb tätig sein. Zudem darf es sich dabei nicht um leitende Angestellte handeln.

Rechte und Pflichten kennen

Für jeden Arbeitgeber ist es wichtig, über die Informationspflichten und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats in sozialen und personellen Angelegenheiten Bescheid zu wissen. Doch auch die Grenzen der Mitbestimmung müssen dem Arbeitgeber bewusst sein. Damit kann er vermeiden, dass Rechte eingefordert werden, die der Arbeitgeber gesetzlich gar nicht zusichern muss. Hiervon sind nicht nur Themen wie Lohngestaltung und Arbeitszeitregelung betroffen, sondern auch die Personalplanung. Daneben sollte der Arbeitgeber auch darüber informiert sein, welche Ausstattung er dem Betriebsrat zur Verfügung stellen muss – sei es ein eigenes Büro, ein Telefon oder Literatur –, welche Schulungsansprüche bestehen und unter welchen Bedingungen ein Sachverständiger hinzugezogen werden darf. So kann er seine Ausgaben optimieren.

Zusammenarbeit optimieren

Wichtige Entscheidungen können Unternehmer nur selten ohne Zustimmung des Betriebsrates fällen. Wenn sich der Betriebsrat etwa gegen eine Neuerung stellt, kann dies zum Risikofaktor für ein Unternehmen werden. Deshalb müssen Arbeitgeber Wege finden, mit dem Betriebsrat zusammenzuarbeiten, ohne dabei unnötige Kosten- und Zeitverluste einzugehen. Die Schulungsansprüche von Betriebsräten sind gesetzlich verankert. Diese Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen Betriebsräte rege, wodurch sie ihre Rechte und Pflichten ganz genau kennen. Arbeitgeber sind hingegen oft weniger umfassend informiert, was zu einem Ungleichgewicht zwischen beiden Parteien führt. Um die Zusammenarbeit jedoch optimal zu gestalten und Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollten auch Arbeitgeber über die Rechtsgrundlagen informiert sein. Nur so kann ein professioneller Umgang geschaffen werden, damit jeder seine Interessen durchsetzen kann und die unternehmerische Freiheit bewahrt bleibt.

Das nötige Grundlagenwissen für die rechtssichere und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und alle relevanten Fakten zu den anstehenden Betriebsratswahlen erhalten Arbeitgeber auf dem Seminar der AKADEMIE HERKERT: Betriebsverfassungsrecht für Arbeitgeber 2017/2018.

Mehr Informationen erhalten Interessenten unter www.akademie-herkert.de/7053.