Vom 28.03.-29.03.2017 findet der vierte Fachkongress Gefahrstoffmanage-ment der AKADEMIE HERKERT in Nürnberg statt. Die Experten vermitteln kompakt, was für das sichere Gefahrstoffmanagement 2017 in der betriebli-chen Praxis wichtig ist. Gefahrstoffbeauftragte und Verantwortliche erfahren so, wie sie den rechtlichen Anforderungen gerecht werden und die Gesund-heit ihrer Mitarbeiter schützen.

Aktuelles Gefahrstoffwissen für die Praxis

Am 28. und 29.03.2017 veranstaltete die AKADEMIE HERKERT unter dem Motto „Aktuelles Gefahrstoffwissen für die Praxis“ den 4. Kongress Gefahrstoffmanagement in Nürnberg. Hier trafen sich rund 60 Teilnehmer aus Industrie, Forschung und Beratung, um sich zu den aktuellen rechtlichen Entwicklungen und das praktische Gefahrstoffmanagement auf den neuesten Stand zu bringen.

In insgesamt 13 Fachvorträgen präsentierten Experten aus Industrie, Gremien und Beratungen Neuerungen rund um EU- und nationales Recht, Organisation des Gefahrstoffwesens, REACH, Chemikaliensicherheit,   Lagerung von Gefahrstoffen, Gefahrgutmanagement und die sichere Notfallplanung bei Gefahrstoffunfällen.  

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Kongressmoderator Dr. Michael Hagel führt durch die beiden Kongresstage 


Auftakt zu rechtlichen Neuerungen

Eröffnet wurde das Kongressprogramm durch Dipl. Ing. Susanne Rötche, die in einem dynamischen Vortrag die kürzlich erschienenen Neuerungen aus der korrigierten BetrSichV, GefStoffV und den TRGS präsentierte. Sie gab abschließend einen Ausblick auf kommende Neuerungen 2017/2018. Hier rückten vor allem Gefahren durch Asbest und Gefahren durch Stäube in den Fokus. Zwei Themen, die in den folgenden Vorträgen noch aus verschiedenen Blickwinkeln aufgegriffen wurden.


Viel diskutiert – Karzinogene Stoffe

Prof. Dr. Bender referierte zu den aktuell stark in den Fokus gerückten CMR-Stoffen. In seinem Vortrag zur Gefährdungsbeurteilung mit Schwerpunkt CMR-Stoffe gab Prof. Dr. Bender zahlreiche Hinweise zur Expositionsprüfung sowie zu wirksamen Schutzmaßnahmen im Umgang mit Kanzerogenen.  Besonders die Risikominimierung durch Substitution oder den Einsatz einer geringeren Konzentration von Stoffen beschäftigte den Teilnehmerkreis.


Praktischer Leitfaden – Das Sicherheitsdatenblatt

Der Kongressmoderator Dr. Michael Hagel führte in seinem Vortrag anhand eines realen Beispiels Schritt für Schritt durch die 15 Kapitel eines SDBs. Er behandelte dabei v.a. Problematiken aus der Praxis  wie die vielgestellt Frage, in welcher Sprache ein SDB vorliegen müsse und wie Gefahrstoffbeauftragte bei der Informationsbeschaffung zu unvollständigen Angaben vorgehen können. Die Teilnehmer konnten somit eine effektive Anleitung zur Nutzung des SDB mitnehmen.


Gefahren durch Stäube

Dipl. Ing. Arne Breidenbach eröffnete den zweiten Kongresstag zum Thema Gefahrstoff Staub. Hierbei ging er sowohl auf das praktische Vorgehen bei Messungen von Stäuben ein als auch auf Schutzmaßnahmen, die im technischen, organisatorischen und persönlichen Bereich festgelegt werden können. Die Teilnehmer beschäftigte v.a. die Fragestellung, wie Messungen möglichst genau und ohne eventuelle Manipulationen durchgeführt werden können.


Praktische Demonstration zu Brand- und Explosionsgefährdungen

Zum Abschluss des Kongresses  demonstrierte Marc Eder von DENIOS eindrucksvoll im Experimentalvortrag, welche Gefahrenpotentiale bereits in Kleinstmengen von Gefahrstoffen stecken. Dabei legte er ein besonderes Augenmerk darauf, den Teilnehmern auch entsprechende Präventionsmaßnahmen für den Betrieb zu vermitteln. 

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Demonstration von Brand- und Explosionsgefährdungen im Experimentalvortrag

Austausch und Networking

Zeit, um die Vorträge zu reflektieren und einen Einblick in die Arbeitswelt der Fachkollegen zu erhalten, hatten die Teilnehmer in den Netzwerkpausen und beim abendlichen Get-together am ersten Kongresstag. Hier bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, sich zu den Impulsen aus den Vorträgen in Ruhe auszutauschen und miteinander Schwierigkeiten und praktisches Vorgehen aus dem betrieblichen Alltag zu besprechen. An beiden Kongresstagen standen den Teilnehmern außerdem die Aussteller der begleitenden Fachausstellung für Fragen rund das betriebliche Gefahrstoffmanagement zur Verfügung.


Kongress Gefahrstoffmanagement 2018

Der 5. Kongress Gefahrstoffmanagement der AKADEMIE HERKERT wird im Frühjahr 2018 in Hamburg veranstaltet. Der Termin wird in Kürze unter www.kongress-gefahrstoff.de veröffentlicht.

 

Fachvorträge von Experten, Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen und Experimentalvorträge: der Kongress Gefahrstoffmanagement ist auch im nächsten Jahr ein „Muss“ für alle Gefahrstoffbeauftragten und -verantwortlichen. Vom 22.03.-23.03.2018 findet der Kongress in Hamburg statt. Die Teilnehmer erhalten hier jährlich ein Update über die Neuerungen im Gefahrstoffwesen, um weiterhin den rechtlichen Vorschriften gerecht zu werden.

Das Augenmerk der Veranstaltung liegt auf den aktuellen Entwicklungen, die für Gefahrstoffbeauftragte in der Praxis relevant sind. Eine dieser Änderungen ist bedingt durch die Neufassung der TRGS 220. Sie wurde am 23.03.2017 veröffentlicht und fasst die nationalen Aspekte beim Erstellen von Sicherheitsdatenblättern zusammen. Das Sicherheitsdatenblatt ist als zentrales Informationsmedium im Gefahrstoffbereich ein wichtiges Instrument im Berufsalltag der Teilnehmer. Im September 2017 wurde die TRGS 400 „Gefährdungsbeurteilungen für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ komplett aktualisiert. Es wurde u.a. ein neues Unterkapitel zur „Verantwortung und Organisation“ eingefügt. Zu den weiteren Vortragsthemen zählen u.a. das „Einfache Maßnahmenkonzept“, „Risiken durch Nanopartikel“ und „REACH-Informationen für den Arbeitsschutz nutzen“.

Teilnehmer des Kongresses schätzen vor allem die praxisnahen Tipps der Experten und ein breites Themenspektrum. Viele Impulse für die Umsetzung im Unternehmen  runden das Programm für die Gefahrstoffverantwortlichen ab. An beiden Tagen besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion mit Referenten und Fachkollegen.

Der jährlich stattfindende Kongress Gefahrstoffmanagement der AKADEMIE HERKERT wird vom 22.03.2018-23.03.2018 in Hamburg veranstaltet. Weitere Informationen zum Programm, den Referenten und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessenten unter www.kongress-gefahrstoff.de

 

Fachvorträge von Experten, Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen und Experimentalvorträge: der Kongress Gefahrstoffmanagement ist auch im nächsten Jahr ein „Muss“ für alle Gefahrstoffbeauftragten und -verantwortlichen. Vom 22.03.-23.03.2018 findet der Kongress in Hamburg statt. Die Teilnehmer erhalten hier jährlich ein Update über die Neuerungen im Gefahrstoffwesen, um weiterhin den rechtlichen Vorschriften gerecht zu werden.
Das Augenmerk der Veranstaltung liegt auf den aktuellen Entwicklungen, die für Gefahrstoffbeauftragte in der Praxis relevant sind. Eine dieser Änderungen ist bedingt durch die Neufassung der TRGS 220. Sie wurde am 23.03.2017 veröffentlicht und fasst die nationalen Aspekte beim Erstellen von Sicherheitsdatenblättern zusammen. Das Sicherheitsdatenblatt ist als zentrales Informationsmedium im Gefahrstoffbereich ein wichtiges Instrument im Berufsalltag der Teilnehmer. Im September 2017 wurde die TRGS 400 „Gefährdungsbeurteilungen für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ komplett aktualisiert. Es wurde u.a. ein neues Unterkapitel zur „Verantwortung und Organisation“ eingefügt. Zu den weiteren Vortragsthemen zählen u.a. das „Einfache Maßnahmenkonzept“, „Risiken durch Nanopartikel“ und „REACH-Informationen für den Arbeitsschutz nutzen“.
Teilnehmer des Kongresses schätzen vor allem die praxisnahen Tipps der Experten und ein breites Themenspektrum. Viele Impulse für die Umsetzung im Unternehmen runden das Programm für die Gefahrstoffverantwortlichen ab. An beiden Tagen besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion mit Referenten und Fachkollegen.
Der jährlich stattfindende Kongress Gefahrstoffmanagement der AKADEMIE HERKERT wird vom 22.03.2018-23.03.2018 in Hamburg veranstaltet. Weitere Informationen zum Programm, den Referenten und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessenten unter www.kongress-gefahrstoff.de

Der Europäische Gerichtshof hat mit Entscheidung vom 10.09.2015 die Informationspflicht über besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC – Substances of Very High Concern) verschärft.

Referent: Dipl.-Ing. Burkhard Norbey, der durch seine jahrzehntelange Berufserfahrung im Arbeitsschutz und seine umfangreiche Referententätigkeit nicht nur weiß, wovon er redet, sondern es auch versteht, die komplexen Inhalte rund um das Thema Arbeitsschutz für seine Seminarteilnehmer in verständlicher Form aufzubereiten und auf lockere Art und Weise zu vermitteln.

Teilnehmer: Die 14 Teilnehmer nehmen in Unternehmen verschiedener Branchen sowie öffentlichen Verwaltungen teilweise recht unterschiedliche Funktionen ein. Was sie verbindet ist die Tatsache, dass sie – teils regelmäßig, teils zum ersten Mal – mit Gefährdungsbeurteilungen im Betrieb in Berührung kommen und sich hier fortbilden möchten.

Gefährdungsbeurteilungen sind und bleiben seit ihrer Einführung mit Inkrafttreten des Arbeitsschutzgesetzes von 1996 für viele ein heißes Eisen. In vielen Betrieben wagt sich keiner so recht an die vermeintliche „Mammutaufgabe“. So wird die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen gerne auf die lange Bank geschoben – und das, obwohl nun die Bußgeldtatbestände erheblich verschärft wurden. Gleich zu Beginn des Seminars macht Herr Norbey unmissverständlich klar, was die Zahlen belegen: Hier besteht auch nach 20 Jahren noch erheblicher Handlungsbedarf. Erst in ca. der Hälfte der deutschen Unternehmen liegen überhaupt Gefährdungsbeurteilungen vor – und davon entsprechen gut zwei Drittel nicht den Anforderungen.

Gleich zu Beginn des Seminars führt der Referent die Seminarteilnehmer behutsam durch die Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften, die für die angemessene Erstellung und Implementierung von Gefährdungsbeurteilungen relevant sind. Das ist dringend nötig, denn nach wie vor herrscht in Unternehmen oft wenig Klarheit darüber, wer für welche Schritte zuständig ist, was genau getan werden muss und wo diese Informationen nun im Einzelnen zu finden sind. Schritt für Schritt beleuchtet Herr Norbey zusammen mit den Seminarteilnehmern einzelne Passagen aus der neuen Betriebssicherheitsverordnung und klärt, welchen Anforderungen die Unternehmen bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gerecht werden müssen. Die zweite Hälfte des Tages ist dann ganz der konkreten Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung gewidmet: Hier stellt der Experte unter Zuhilfenahme vieler Beispiele die sieben Schritte zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung im Detail vor und gibt Tipps für die praktische Umsetzung.

Immer wieder wird klar, dass eine der Hauptursachen für Probleme mit der Gefährdungsbeurteilung nach wie vor in der falschen bzw. mangelhaften betrieblichen Organisation zu finden ist. Besonders fallen dabei fallen zwei große Punkte ins Gewicht, die im Seminar für große Diskussionen sorgen:

  • Die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und der nötigen Schutzmaßnahmen liegt prinzipiell immer beim Arbeitgeber. Der kann bei Mängeln belangt werden, kann aber auch seine Kontroll- und Beauftragungsfunktion im Rahmen einer Pflichtenübertragung an die Führungskräfte weitergeben. Da eine Gefährdungsbeurteilung aber nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden darf, dürfen dafür nur fachkundige Führungskräfte ausgewählt werden. Hier ist also regelmäßige Weiterbildung unerlässlich. Je nach Arbeitsumfeld muss außerdem beachtet werden, dass nicht immer alle für die Gefährdungsbeurteilung relevanten Bereiche durch die betriebsinterne Sicherheitsfachkraft abgedeckt werden können – in diesem Fall muss dann externe Beratung hinzugezogen werden.

  • Eine sorgfältige Planung und Dokumentation ist für die Rechtssicherheit das A und O. Die einzelnen Verantwortlichkeiten für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung innerhalb der betrieblichen Organisation müssen klar abgesteckt und kommuniziert werden, und die Durchführung einzelner Schutzmaßnahmen sowie die Überprüfung ihrer Wirksamkeit müssen gewissenhaft dokumentiert werden. Sollte die verantwortliche Führungskraft bei der Überprüfung Handlungsbedarf feststellen, muss sie den Vorgesetzten bzw. den Arbeitgeber darüber informieren. Herr Norbey weist ausdrücklich darauf hin, dass ein einmaliger Hinweis im Ernstfall nicht als ausreichend gilt. Auch hier sollte die Führungskraft also ihre Bemühungen immer klar dokumentieren. 


Trotz des teilweise recht trockenen Inhalts gelingt es Herrn Norbey, eine lockere Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Dank seines breiten Erfahrungsschatzes kann er auf jede Teilnehmerfrage ausführliche und fundierte Antworten geben, die nicht selten auch die anderen Teilnehmer zu weiterführenden Diskussionen anregen – teils bis in die Pausen und weit über das Seminarende hinaus.

Elisabeth Fritz,
Beraterin Inhouse-Schulungen

Zum 01.06.2015 treten Neuregelungen der Gefahrstoffverordnung in Kraft.