Die neue Betriebssicherheitsverordnung bringt 2015 gravierende inhaltliche und strukturelle Änderungen mit sich! Bei der Umsetzung der Vorschriften gewährt die neue BetrSichV zwar einen größeren Handlungsspielraum, gleichzeitig steigen dadurch aber auch die Verantwortung und Risiken für die Unternehmen.

Auf der „Jahrestagung: Lagersicherheit 2016“ stellen Experten die wichtigsten Themen der Lagersicherheit vor. Verantwortliche Personen im Lager erhalten Informationen über die Auswirkungen neuer Vorschriften auf die Sicherheitsbestimmungen. In persönlichem Ambiente können die Teilnehmer nach hochwertigen Vorträgen aus der Praxis an spannenden Diskussionen mitwirken. Außerdem bieten die Zwischenpausen viele Möglichkeiten sich mit anderen Lagerverantwortlichen auszutauschen.

Verantwortliche im Arbeitsschutz müssen stets die aktuellen Entwicklungen und Trends im Blick behalten. Der Gesetzgeber plant für 2017 wichtige Änderungen im Arbeitsschutz, darunter die neue DIN ISO 45001:2017 (Gesundheits- und Arbeitsschutzmanagementsystem), die neue Arbeitsstättenverordnung und die neue Gefahrstoffverordnung.

Frau Dr. Carmen Hergenröder spricht mit uns über ihre Eindrücke, die sie als Referentin für die AKADEMIE HERKERT gewonnen hat.

Inhouse-Seminare erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit.
Die Gründe liegen auf der Hand: Der Referent kommt direkt ins Unternehmen, die Inhalte lassen sich auf die Rahmenbedingungen des Unternehmens anpassen, und die Seminarteilnehmer müssen keine komplizierte Anreise auf sich nehmen, sondern fahren morgens wie gewohnt zur Arbeit. Sobald gleich mehrere Mitarbeiter aus dem Betrieb Bedarf an der Weiterbildung haben, lohnt es sich auch finanziell, über eine Inhouse-Lösung nachzudenken.

Dr. Carmen Hergenröder ist Rechtsanwältin und bereits seit vielen Jahren für uns als Referentin und Autorin für diverse Themen aus den Bereichen Arbeits-, Betriebsverfassungs- und Berufsbildungsrecht tätig. Im regulären offenen Weiterbildungsbetrieb leitet sie arbeitsrechtliche Lehrgänge und Seminare und moderiert die jährlich stattfindende Fachtagung für Ausbilder, das „Ausbilder-FORUM“. Aber auch für Inhouse-Schulungen ist sie rege gefragt und immer häufiger bei Unternehmen unterschiedlichster Branchen im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Diese weitreichende Erfahrung macht sie zur Expertin, wenn es darum geht, die verschiedenen Schulungsformate zueinander in Beziehung zu setzen und ihre jeweiligen Besonderheiten zu erkennen.

Wir wollten nun von ihr wissen, ob sich die oft zitierten Vorteile von Inhouse-Schulungen in der Praxis bewahrheiten und was das Format aus ihrer Perspektive als Referentin wirklich auszeichnet.

Frau Hergenröder, wie läuft die Organisation von Inhouse-Seminaren ab?

Die Ansprechpartner im Unternehmen klären den Inhalt, der gewünscht ist, schon im Vorfeld ab, und ich ergänze ihn. Wann und wo die Schulung stattfindet, gibt der Kunde vor, da sind wir immer relativ flexibel. Der Kunde organisiert auch das Equipment, also vor allem einen Beamer, und einen Schulungsraum.

Sie sind für die AKADEMIE HERKERT sowohl im offenen Seminarbetrieb als auch auf Inhouse-Seminaren im Einsatz. Wo sehen Sie die Vorteile von Inhouse-Schulungen im Vergleich zu offenen Seminaren?

Zu den Stärken gehört auf jeden Fall, dass wir die Seminare ganz individuell auf die Teilnehmer anpassen können. Wir können die betrieblichen Interessen und Probleme erst einmal erfragen und dann die Seminare auf diese Aspekte zuschneiden. Das kurbelt natürlich den Lerneffekt und den erfolgreichen Transfer der Seminarinhalte in den Arbeitsalltag an.

Wie sieht das denn mit den Teilnehmern aus? Haben die nicht Hemmungen, über Reibungspunkte im Betrieb zu sprechen, wenn der Chef mit im Raum ist?

Beim Inhouse-Seminar treffen die Mitarbeiter einer Firma aufeinander, die im Regelfall auch so schon täglich miteinander zu tun haben. Die sind dann eigentlich sehr, sehr offen miteinander. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass die Teilnehmer Bedenken haben, zu sagen, worum es geht, weil der Chef neben ihnen sitzt. Ich kann ein ganz konkretes Beispiel für genau das Gegenteil anführen: Erst gestern saßen ein Teilnehmer aus der Personalabteilung und ein sehr rühriges eingestelltes Betriebsratsmitglied im Inhouse-Seminar, die dann im Anschluss noch im Beisein aller Kollegen über die Betriebsvereinbarung gesprochen und die gegenseitigen Argumente ausgetauscht haben. Die Teilnehmer nehmen wirklich die Gelegenheit in Anspruch, dass einmal jemand da ist, mit dem sie über ihre eigenen Probleme in rechtlicher Hinsicht sprechen können. Da gibt es eigentlich keine Hemmschwellen.

Die genauen Inhalte der Inhouse-Schulungen basieren in der Regel auf denen der offen angebotenen Seminare, die dann für das jeweilige Unternehmen und seinen Weiterbildungsbedarf angepasst werden können. Wie stark wird diese Möglichkeit denn von den Kunden in Anspruch genommen?

Die Anpassungswünsche sind in der Regel sehr stark. Ich würde sagen, dass nur 10-20% der Seminare, die Inhouse veranstaltet werden, ohne spezielle inhaltliche Anpassungen durchgeführt werden. In den restlichen Fällen haben die Teilnehmer wirklich Sonderwünsche. Diejenigen im Betrieb, die das Seminar bei der AKADEMIE HERKERT beantragen und im Betrieb organisieren, lassen sich dann im Vorlauf Themenwünsche der Kollegen geben, die angeben, wo es bei ihnen brennt. Diese Liste geben sie dann an mich weiter, damit ich genau diese speziellen Probleme in unser reguläres Seminar miteinbauen kann und wir sie am Seminartag erörtern können.

Mit einigen Kunden bestehen längerfristige Kooperationen, und Sie schulen dort mehrmals im Jahr. Ergeben sich da Besonderheiten?

Wenn die Weiterbildung auf längere Zeit angelegt ist, erwartet der Kunde eine wesentlich stärkere Einarbeitung in die persönlichen oder die betrieblichen Angelegenheiten. Im Vergleich zu den einmaligen Inhouse-Seminaren ist die Vorbereitung also wesentlich intensiver. Für die Unternehmen lohnt es sich dann aber auch, das Seminar öfter durchzuführen, weil sie dann wissen, dass sie jemanden haben, der sich auch wirklich in die betrieblichen Besonderheiten eingearbeitet hat und man dann auch wirklich ganz spezielle Punkte besprechen kann.

Die Jahrestagung Arbeitsschutz der AKADEMIE HERKERT ist dieses Jahr am 30.06.2017 in München und am 17.10.2017 in Frankfurt a.M. zu Gast.

Die Experten aus Beratung, Berufsgenossenschaft und Forschung vermitteln kompakt, was für den Arbeitsschutz 2017 in der betrieblichen Praxis wichtig ist. Arbeitsschutzverantwortliche erfahren so, wie sie die zahlreichen rechtlichen Neuerungen sicher umsetzen und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schützen.

Zahlreiche Änderungen haben sich im Arbeitsschutz u.a. durch die Artikelverordnung vom 19.11.2016 ergeben, die Änderungen in der GefStoffV und der BetrSichV zur Folge hatte. Neu ist außerdem die ArbStättV, die u.a. die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen konkretisiert sowie die Unterweisung von Beschäftigen neu regelt. Weitere Neuerungen im Arbeitsschutz ergeben sich aus den aktuellen Änderungen und Ergänzungen der ASR, z. B. aus der im Januar 2017 überarbeiteten ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan. Zudem steht der Umgang mit krebserzeugenden Stoffen nach wie vor im Fokus des Arbeitsschutzes und bedarf einer besonderen Aufmerksamkeit im Unternehmen.

Arbeitsschutzverantwortliche aus verschiedenen Branchen diskutieren auf der Tagung mit Fachkollegen über diese und weitere aktuelle Entwicklungen. Die Experten vermitteln darüber hinaus Ansätze, um konkrete Schutzmaßnahmen im Betrieb umzusetzen und geben den Teilnehmern praktische Hinweise für den Betriebsalltag mit auf den Weg. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern zudem ausreichend Zeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Arbeitsschutzverantwortlichen sowie die Möglichkeit individuelle Fragen mit den Experten zu klären.

Weitere Informationen zum Programm, den Referenten und die Möglichkeit zur Anmeldung für die Jahrestagung Arbeitsschutz der AKADEMIE HERKERT finden Interessenten unter www.tagung-arbeitsschutz.de

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie ist die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement. Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1) sind alle Arbeitgeber unabhängig von der Anzahl ihrer Mitarbeiter verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen.

Für Produktionsleiter wird es immer wichtiger,  Ressourcen effizient zu nutzen und die industrielle Fertigung mit innovativen Technologien und Methoden zukunftsfähig auszurichten. Die Produktionsleiter-Tagung findet im Technologiezentrum für Produktions- und Logistiksysteme der HAW Landshut statt. Hier haben Teilnehmer die Möglichkeit, die Produktion der Zukunft live zu erleben.

Im Zuge der Industrie 4.0 halten Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung Einzug in die industrielle Fertigung. Künftig werden Sensoren, Maschinen und Anlagen eigenständig miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Das bietet sowohl Potential für eine effizientere Produktion, stellt aber gleichermaßen heutige Prozesse vor neue Herausforderungen.

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sven Roeren, Prof. Dr. Markus Schneider und Prof. Dr. Sebastian Meißner (HAW Landshut) wurde ein Tagungskonzept entwickelt, dass Fachvorträge mit der Praxis verbindet. Die Tagung bietet vier Vorträge rund um neue Technologien, optimierte Produktionsabläufe und den ressourceneffizienten Material- und Maschineneinsatz.  Als Sprecher sind außerdem Alexander Funk vom Industry Business Network 4.0 sowie die Führungskräfte-Trainerin Marion Schilcher zu Gast. Die Experten zeigen, an welchen Stellschrauben heute noch gedreht werden kann, um Kosten, Qualität und zeitliche Abläufe zu optimieren. Das Highlight der Tagung ist die Führung durch das zukunftsweisende Technologiezentrum, in der die Teilnehmer einen Fertigungsprozess von Anfang bis Ende begleiten und so innovative Produktionssysteme in der Industrie 4.0 kennenlernen.

Die Netzwerkpausen laden zum Erfahrungsaustausch zwischen Experten und Fachkollegen ein und bieten Gelegenheit zur Diskussion aktueller Fragen aus der Praxis.

Die Produktionsleiter-Tagung der AKADEMIE HERKERT findet am 30.11.2017 im Technologiezentrum für Produktions- und Logistiksysteme der HAW Landshut in Dingolfing statt. Weitere Informationen zum Programm, den Referenten und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessenten unter www.produktionsleiter-tagung.de.

Die neue DGUV Vorschrift 1 führt die „Grundsätze der Prävention“ von BGV A 1 und GUV-V A1 zusammen. Auch für die Bestimmung von Sicherheitsbeauftragten greifen dadurch für Mitglieder gewerblicher Berufsgenossenschaften und für Mitglieder von Unfallversicherungsträgern öffentlicher Hand neue, einheitliche Regelungen.

Der „Explosionsschutzkongress 2014” bietet aktuelle Informationen und Austausch mit Experten

Auch scheinbar alltägliche und ungefährliche Stoffe können explodieren und bergen deshalb große Gefahrenpotenziale. Besonders im betrieblichen Arbeitsschutz sind Explosionsgefahren nicht zu unterschätzen. Immer wieder tauchen in den Medien Berichte über verheerende Explosionsunfälle in Unternehmen auf. Explosionsschutz ist deshalb ein zentrales Thema der Arbeitssicherheit.

Um die Sicherheit im Lager zu gewährleisten, müssen sich Lagerleiter und -verantwortliche regelmäßig auf den neuesten Stand der aktuellen Rechtsvorschriften und Sicherheitsstandards bringen. Auf der Jahrestagung Lagersicherheit 2017 der AKADEMIE HERKERT erhalten sie dazu wertvolles Experten-Know-how.

Praxisnahe Vorträge geben den Teilnehmern ein kompaktes Update zu den aktuellen Anforderungen und Neuerungen in der Lagersicherheit. Dazu gehören u.a. die Änderungen aus der korrigierten Betriebssicherheitsverordnung und Gefahrstoffverordnung von November 2016, die von Burkhard Norbey, Prüfungsleiter und technischer Aufsichtsbeamter der Berufsgenossenschaft, erläutert werden. Ein weiteres Thema der Jahrestagung ist die neue VDI-Richtlinie 3975 Blatt 3 zur Lagerung von Gefahrstoffen und dem Betreiben von Gefahrstofflagern. Aus der Praxis für die Praxis behandelt Joachim Thiel, technischer Aufsichtsbeamter der Berufsgenossenschaft, den Weg von der Arbeitsmittelbeschaffung bis zur Benutzung am Beispiel Flurförderzeuge. Zudem erhalten Lagerleiter und -verantwortliche Einblicke in die Methoden der Lagerungen sowie die besonderen Anforderungen an Regale.

In persönlichem Ambiente können die Teilnehmer den Experten vor Ort ihre individuellen Fragen stellen. Außerdem bieten Netzwerkpausen Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Fachbesuchern.

Die „Wieder mal (…) sehr gute Tagung mit wichtigen Anregungen zum täglichen Arbeitsablauf“ wie sie D. Leide von der ASKLEPIOS Einkauf & Versorgung Hamburg GmbH beschreibt, wird im Herbst diesen Jahres an zwei Standorten angeboten: am 20.09.2017 in Nürnberg und am 23.11.2017 in Frankfurt am Main. Detaillierte Informationen zu Programm und Anmeldung finden Interessierte unter www.tagung-lagersicherheit.de.